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Zurich Insurance hält an Private-Credit-Engagement von 10 Milliarden Dollar fest

Die «Zürich» hält an Ihrer Strategie im Bereich Private Credit fest (Bild: Zurich Insuranc)
Die «Zürich» hält an Ihrer Strategie im Bereich Private Credit fest (Bild: Zurich Insuranc)

Der Schweizer Versicherungskonzern sieht in seinem rund 10 Milliarden Dollar schweren Private-Credit-Portfolio keinerlei Anzeichen für Qualitätsverluste, meldet Bloomberg. Auch andere europäische Versicherer und Rückversicherer legen ihre Engagements offen – mit teils deutlich grösseren Volumen.

13.05.2026, 14:58 Uhr
Alternatives | Anlagestrategie | Neue Produkte

Redaktion: asc

Zurich Insurance gibt sich gelassen, was die eigene Exponierung gegenüber dem unter Druck stehenden Private-Credit-Markt betrifft. Der Konzern sehe «keinerlei Anzeichen für Wertminderungen oder Qualitätsverluste» bei seinen Investitionen in privater Unternehmensfinanzierung, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Dies schreibt die Nachrichtenagentur Bloomberg. Das Portfolio umfasst demnach rund 10 Milliarden Dollar und verteilt sich auf vorrangige Unternehmenskredite, Mid-Market-Loans und Infrastrukturanleihen.

Finanzchefin Claudia Cordioli erklärte in einer Medienkonferenz, Zurich sei «nicht beunruhigt» über die Position, strebe aber auch keinen weiteren Ausbau an, so die Agentur. Private Credit mache rund fünf Prozent des Anlageportfolios aus. Das Engagement sei «stabil und gut diversifiziert über Regionen und Sektoren hinweg».

Markt unter wachsender Beobachtung

Der globale Private-Credit-Markt, der seit der Finanzkrise von 2008 stark gewachsen ist und mittlerweile rund 1.8 Billionen Dollar umfasst, sieht sich seit Wochen mit Rücknahmeforderungen und einer eingetrübten Stimmung konfrontiert. Auslöser sind unter anderem Sorgen vor einer Überfinanzierung des Booms rund um Künstliche Intelligenz, die disruptive Kraft der Technologie selbst sowie Zweifel an den Kreditstandards der Branche insgesamt.

In den vergangenen Tagen haben mehrere grosse europäische Versicherer und Rückversicherer ihre Engagements offengelegt – offenbar als Reaktion auf das wachsende Informationsbedürfnis der Anleger.

Vergleich mit deutschen Wettbewerbern

Munich Re bezifferte ihre Investments in dieser Anlageklasse am Dienstag auf bis zu 2.5 Milliarden Euro (rund 2.9 Milliarden Dollar), was etwa einem Prozent des Anlageportfolios entspricht. Hannover Rück meldete am Montag eine vergleichbare Quote: Das Engagement in Private-Credit-Fonds liege bei rund einem Prozent der verwalteten Vermögen; inklusive direkter Infrastrukturanleihen und hochbewerteter CLOs bewege sich der Betrag im tiefen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich.

Deutlich grössere Volumen weist die Allianz aus. Der Münchner Versicherungskonzern hat ein Gesamtengagement von 141 Milliarden Euro offengelegt, wovon Ende des vergangenen Jahres rund 17 Prozent – oder etwa 24 Milliarden Euro – auf Bereiche wie Mid-Market-Lending entfielen.

Differenzierte Positionierung

Die Mitteilungen zeigen, wie unterschiedlich die grossen europäischen Versicherer in der Anlageklasse positioniert sind. Während die deutschen Rückversicherer mit Quoten um ein Prozent vergleichsweise zurückhaltend agieren, bewegt sich Zurich mit fünf Prozent im mittleren Bereich. Die Allianz verfügt absolut wie relativ über das mit Abstand grösste Engagement der hier verglichenen Häuser.

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