Schweizerische Bankiervereinigung tritt der Net-Zero Banking Alliance bei

Die Netto-Null-Allianzen geben die Setzung von Zielen zur Erreichung einer klimaneutralen Wirtschaft vor. (Bild: Shutterstock.com/Kpboomjit)
Die Netto-Null-Allianzen geben die Setzung von Zielen zur Erreichung einer klimaneutralen Wirtschaft vor. (Bild: Shutterstock.com/Kpboomjit)

Die Schweizerische Bankiervereinigung hat als einer der ersten Verbände weltweit den Supporter-Status bei der Net-Zero Banking Alliance erhalten. Gleichzeitig empfiehlt sie ihren Mitgliedern, internationalen Netto-Null-Allianzen und Nachhaltigkeitsinitiativen im Bankbereich beizutreten.

27.04.2022, 12:14 Uhr

Redaktion: rem

Die Schweizerische Bankiervereinigung (SBVg) ist sich der Rolle und Verantwortung der Banken und des Finanzplatzes zur Erreichung der nationalen und internationalen Netto-Null-Ziele bewusst und schreitet mit ihren Mitgliedern voran. Seit April 2022 ist die Schweizerische Bankiervereinigung Supporterin der Net-Zero Banking Alliance und empfiehlt gleichzeitig ihren Mitgliedern den freiwilligen Beitritt zu Netto-Null-Allianzen und weiteren internationalen Nachhaltigkeitsinitiativen.

Die Netto-Null-Allianzen geben die Setzung von Zielen zur Erreichung einer klimaneutralen Wirtschaft vor und fördern internationale Koordination und Offenlegung im Bereich Klimaschutz. "Mit unserer Mitgliedschaft bei der Net-Zero Banking Alliance und unserer Beitrittsempfehlung an unsere Mitglieder leisten wir einen wichtigen Beitrag an die Erreichung der weltweiten Klima- und Nachhaltigkeitsziele", sagt August Benz, Leiter Private Banking und Asset Management und stellvertretender CEO der Schweizerischen Bankiervereinigung.

Die Schweiz hat 2017 das Pariser Klimaabkommen unterschrieben und sich 2019 das Ziel gesetzt, ihren Ausstoss von Treibhausgasen bis 2050 auf Netto-Null zu senken. Bei der Erreichung dieser Ziele spiele der Finanzsektor unter anderem bei der Finanzierung des Übergangs in eine klimaneutrale Schweizer Wirtschaft eine wichtige Rolle, wie die SBVg letztes Jahr in einer gemeinsamen Studie mit der Boston Consulting Group aufzeigte. Bis 2050 sind Investitionen im Umfang von CHF 387,2 Mrd. für die Zielerreichung von Netto-Null erforderlich. Rund 91% davon können über Kreditvergaben und den Kapitalmarkt finanziert werden. Finanzinstitue können also als Intermediäre von Finanzflüssen bedeutend zur Erreichung der gesetzten Ziele beitragen.

Netto-Null-Allianzen

Zahlreiche Finanzinstitute haben laut SBVg über die letzten Jahre bereits weitreichende Massnahmen ergriffen, um einen Beitrag an die Nachhaltigkeit zu leisten. Ein weiterer möglicher Weg, sich an der Erreichung der weltweiten Klima- und Nachhaltigkeitsziele zu beteiligen, sei der Beitritt zu internationalen Netto-Null-Allianzen wie die Net-Zero Banking Alliance und die Net-Zero Asset Managers intiative. Diese Initiativen gehören unter die Dachorganisation der Glasgow Financial Alliance for Net Zero (GFANZ), welche im Rahmen der UN-Klimakonferenz COP26 gegründet wurde und zahlreiche Netto-Null-Allianzen vereint.

Mit dem Beitritt zu einer Netto-Null-Allianz verpflichten sich die Mitglieder, konkrete Ziele zur Erreichung von Klimaneutralität festzulegen und einen Plan zu erstellen, wie sie diese erreichen können. Weiter müssen die formulierten Ziele jährlich öffentlich publiziert werden. Die Relevanz der einzelnen Initiativen könne je nach Geschäftsmodell des Finanzinstituts verschieden sein. So stehe im Anlage- und Kreditgeschäft die Net-Zero Banking Alliance im Fokus, während die Net-Zero Asset Managers intiative für die Vermögensverwaltung von Bedeutung ist, wie die SBVg erläutert.

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