12.03.2026, 08:25 Uhr
529 FinTech-Unternehmen zählen die Schweiz und Liechtenstein per Ende 2025 – vier Prozent mehr als im Vorjahr. Doch das eigentlich Bemerkenswerte liegt nicht im Wachstum, sondern im Wandel: Künstliche Intelligenz...
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt den Leitzins ein weiteres Mal bei 0,00 Prozent. Falls nötig, will sie vor allem am Devisenmarkt tätig sein. Gleichzeitig beurteilt sie die Wirtschaftsaussichten für die Schweiz kurzfristig als unsicher. Das Hauptrisiko für die Schweiz sei die Entwicklung der Weltwirtschaft.
Die erneute Zinspause der SNB kommt nicht überraschend. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Ökonominnen und Ökonomen hatten diesen Entscheid im Vorfeld unisono so erwartet.
Angesichts des Konflikts im Nahen Osten ist die Bereitschaft der Nationalbank, am Devisenmarkt zu intervenieren, erhöht, teilte diese am Donnerstag im Rahmen der vierteljährlichen geldpolitischen Lagebeurteilung am Donnerstag mit.
Wegens des Anstiegs der Energiepreise liege die bedingte Inflationsprognose der SNB für die nächsten Quartale höher als im Dezember. Der mittelfristige Inflationsdruck habe sich gegenüber der letzten Lagebeurteilung aber kaum verändert, betonten die Währungshüter.
Auch die Unsicherheit bezüglich des Wirtschaftsausblicks hat mit dem Konflikt im Nahen Osten deutlich zugenommen, erklärte die SNB weiter. Das Wachstum der Weltwirtschaft dürfte sich vorübergehend etwas verlangsamen. «Für die kommenden Monate sind die Wirtschaftsaussichten für die Schweiz unsicher», so die SNB am Donnerstag im Rahmen der vierteljährlichen geldpolitischen Lagebeurteilung. Vor allem in der kürzeren Frist könnte das Wachstum eher verhalten ausfallen, mittelfristig sei dann aber wieder eine gewisse Belebung zu erwarten.
Für das Gesamtjahr 2026 geht die Nationalbank aktuell unverändert von einem Wachstum von rund 1 Prozent aus, gefolgt von rund 1,5 Prozent im Jahr 2027. Das Hauptrisiko für die Wirtschaftsaussichten in der Schweiz sei die Entwicklung der Weltwirtschaft. Insbesondere könnte die Situation im Nahen Osten die globale Wirtschaftsaktivität bremsen, so die SNB.
Als Risiken für die Weltwirtschaft nennt die SNB etwa, dass die Energiepreise stärker ansteigen als im Basisszenario erwartet, was die Inflation deutlich erhöhen und das Wirtschaftswachstum merklich bremsen würde. Auch mögliche Lieferkettenprobleme und die gestiegene Unsicherheit könnten auf dem Wachstum lasten. Neben der Situation im Nahen Osten bleibe zudem auch der handelspolitische Ausblick weiterhin unsicher, betont die SNB.
Der mittelfristige Inflationsdruck für die Schweiz habe sich gegenüber der letzten Lagebeurteilung derweil kaum verändert, heisst es weiter. Die Geldpolitik trage dazu bei, die Inflation im Bereich der Preisstabilität zu halten, und stütze die Wirtschaftsentwicklung. Die Nationalbank werde die Lage aber weiter genau beobachten und die Geldpolitik, wenn nötig anpassen, um die Preisstabilität in der mittleren Frist sicherzustellen.