02.02.2026, 20:21 Uhr
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Der Schweizer Venture-Capital-Markt hat sich 2025 erholt. Investoren steckten CHF 2,95 Milliarden in Schweizer Start-ups. Das entspricht einem Plus von 23,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Dies zeigt der jüngste Swiss Venture Capital Report (SVCR).
Nach zwei schwachen Jahren meldet sich der Schweizer Venture-Capital-Markt zurück.
Der Swiss Venture Capital Report (SVCR), herausgegeben vom Online-Newsportal Startupticker.ch und der Branchenvereinigung SECA in Kooperation mit startup.ch, spricht von einer Trendwende. Und die Mehrzahl der befragten Risikokapitalgeber wollen auch in naher Zukunft ihre Investitionen steigern.
Die Trendwende in Zahlen: Erstmals seit 2022 floss wieder mehr Geld in Schweizer Startups. Risikokapitalfonds aus dem In- und Ausland beteiligten sich im Zuge von 354 Finanzierungsrunden mit knapp drei Milliarden Franken an wissensbasierten Jungunternehmen. Die Investitionen in junge und sehr junge Unternehmen stiegen von 864 auf über 1.4 Milliarden Franken.
Die Aufschlüsselung nach Branchen zeigt, dass die Mittelzuflüsse vor allem im ICT- und im Biotech-Sektor stark zunahmen. Mit CHF 946,4 Millionen floss so viel Geld in Biotech-Start-ups wie nie zuvor – rund 25 Prozent mehr als beim bisherigen Rekord 2020. Der Sektor wächst nun das dritte Jahr in Folge kräftig.
Software- und Internet-Unternehmen zogen fast 150 Prozent mehr Kapital an als im schwachen Vorjahr – insgesamt CHF 773,6 Millionen. Damit erreicht der Sektor wieder das Niveau von 2019.
Weniger Geld zogen die Cleantech-Startups an; wobei hier sogar ein Drittel des insgesamt generierten Betrags von 386 Millionen Franken auf das Konto von Climeworks ging. Das ETH-Spinoff sammelte in der zweitgrössten Finanzierungsrunde des Jahres 128 Millionen Franken ein.
Auch im Bereich der Exits vermeldet der Bericht Positives: Nach einem Jahr ohne Börsengänge wagten 2025 mit Bioversys und Mindmaze gleich zwei Schweizer Startups einen IPO. Die Zahl der Verkäufe von Startups an Grossfirmen oder Finanzinvestoren blieb stabil.
Bei zwei Übernahmen betrug das Transaktionsvolumen über eine Milliarde Franken: Zu den Highlights zählen der Verkauf von Araris an Taiho Pharmaceutical für über 1 Milliarde US-Dollar und die Übernahme von Nexthink durch Vista Equity Partners für rund 3 Milliarden US-Dollar. Bei weiteren sieben Transaktionen flossen mehr als über 100 Millionen Franken. An der Spitze steht Windward Bio mit 183 Millionen Franken für Immuntherapien. Es folgen Climeworks (128 Mio.), Distalmotion (121 Mio.), GlycoEra (108 Mio.) und Auterion (103 Mio.).
Zuletzt liefert der SECA-Bericht auch noch ein wenig Lokalkolorit: Das Kantonsranking wird von Zürich angeführt, sowohl bezüglich der Zahl der Finanzierungsrunden als auch was das investierte Kapital betrifft. Dahinter folgt die Waadt. Beim investierten Kapital liegt neu Basel-Stadt auf Rang drei. Von den im Halbkanton investierten 572 Millionen Franken flossen 95 Prozent in Biotech-Firmen.