24.08.2026, 07:45 Uhr
Die Immobiliengesellschaft Plazza hat im ersten Halbjahr 2026 den Gewinn gesteigert. Dabei haben sich die Neubewertungsgewinne mehr als verdoppelt. Für den weiteren Geschäftsverlauf hält das Unternehmen an seinem...
Die Intershop Holding hat im ersten Halbjahr 2026 tiefere Mieterträge erwirtschaftet. Die im Vorjahresvergleich deutlich tieferen Neubewertungen machten sich zudem beim Gewinn bemerkbar. Der Ausblick wurde aufgrund von Portfolioveränderungen leicht angepasst.
Der Nettoliegenschaftsertrag fiel um 4,6 Prozent auf 37,7 Millionen Franken, wie Intershop am Mittwoch mitteilte. Die Neubewertungsgewinne lagen noch bei 47,7 Millionen. Im Vorjahr hatte das Unternehmen deutlich höhere Bewertungsgewinne von 200,2 Millionen Franken erzielt.
Entsprechend belief sich der Reingewinn (inklusive Neubewertung) noch auf 67,5 Millionen Franken nach 175,9 Millionen im Vorjahr. Ohne Bewertungsveränderungen lag der Gewinn indes um 18 Prozent über dem Vorjahr.
Aus den Liegenschaftenverkäufen flossen derweil 5,1 Millionen Franken positiv in die Erfolgsrechnung ein nach 2,6 Millionen im Vorjahr.
Nach dem Bilanzstichtag wurde eine Anlageimmobilie in Bad Ragaz (SG) gewinnbringend verkauft. Zudem erwarb Intershop die Gewerbebauten TPC AG gegen Barmittel. Diese halte ein Gewerbeareal mit Entwicklungspotenzial in Kriens (LU), eine Gewerbeimmobilie in Stans (NW) und dazugehörige Kaufrechte an Grundstücken. Nach der erfolgten Ausübung der Kaufrechte umfassen die Immobilien rund 41'000 Quadratmeter vermietbare Fläche mit einer jährlichen Sollmiete von 6,1 Millionen Franken, wie es weiter heisst.
Der Wert der Rendite- und Entwicklungsliegenschaften stieg zum Halbjahr auf 1,92 Milliarden Franken. Zum Jahresende 2025 hatte der Wert des Portfolios 1,75 Milliarden Franken betragen. Der marktbedingte Leerstand verbesserte sich dank Vermietungserfolgen leicht auf 6,5 Prozent nach 6,9 Prozent per Ende 2025.
Derweil hat Intershop Ersatz für die zu Warteck Invest wechselnde Mireille Lehmann gefunden. Ab 1. Dezember 2026 wird Martin Munz die Leitung der Bau- und Entwicklungsabteilung als Mitglied der Geschäftsleitung übernehmen.
Den Ausblick für das laufende Jahr passt Intershop angesichts der Portfolioveränderungen etwas an. Neu werde noch ein stabiler Nettoliegenschaftsertrag erwartet. Zuvor hatte das Unternehmen einen stabilen bis leicht höheren Nettoliegenschaftsertrag in Aussicht gestellt. Es seien auch weitere Verkäufe geplant.
Zudem wird nun ein Erfolg aus Verkauf in Höhe von mindestens 30 Millionen Franken erwartet. Es werde weiter mit einem Reingewinn ohne Bewertungsgewinne über dem Vorjahr gerechnet, der die Fortführung der attraktiven Dividendenpolitik ermöglichen wird.