25.02.2026, 08:21 Uhr
Die Beteiligungsgesellschaft BB Biotech blickt optimistisch auf das laufende Jahr. Nach einer Gesamtrendite von über 50 Prozent im Vorjahr sieht das Investmentteam den Biotech-Sektor in einer strukturellen Wende –...
Globale Ausschüttungen haben 2025 einen historischen Höchststand erreicht. Laut einer Studie von Capital Group flossen weltweit 2,09 Billionen US-Dollar an Dividenden. Für 2026 wird ein weiterer Rekord erwartet.
Die Dividendenmaschine läuft auf Hochtouren. Weltweit schütteten Unternehmen im vergangenen Jahr so viel aus wie nie zuvor: 2,09 Billionen US-Dollar. Das ist ein Plus von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr. Bereinigt um Wechselkurseffekte und Sonderfaktoren, lag das Wachstum bei sechs Prozent. Das geht aus dem aktuellen «Dividend Watch» hervor, den Capital Group am Dienstag veröffentlichte.
Allein im vierten Quartal erreichten die Ausschüttungen mit 428 Milliarden Dollar einen neuen Quartalsrekord. Bemerkenswert: Das Wachstum war weder auf einzelne Regionen noch auf bestimmte Branchen beschränkt. In 30 von 46 erfassten Märkten wurden neue Höchststände verzeichnet.
Die stärksten Impulse kamen aus dem Finanzsektor. Versicherungen steigerten ihre Dividenden um 12,5 Prozent, sonstige Finanzwerte sogar um knapp 17 Prozent. Zweitstärkster Wachstumstreiber war die Technologiebranche: Software-Unternehmen und IT-Dienstleister legten bereinigt um 13 Prozent zu. Die Dividenden aus dem Software-Segment erreichten mit 64,1 Milliarden Dollar einen Rekordwert – sie liegen inzwischen 45 Prozent über dem, was der gesamte Automobilsektor vor einem Jahrzehnt ausschüttete.
Nicht alle Branchen konnten mithalten. Im Bergbau, bei Automobilherstellern und im Energiesektor gingen die Ausschüttungen zurück – eine Folge schwächerer Gewinne in zyklischen Industrien.
Regional stach Japan heraus: Die Ausschüttungen japanischer Unternehmen wuchsen mit 12,5 Prozent doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt. Als Treiber gelten die verschärften Corporate-Governance-Reformen, die Unternehmen zu stärkerer Aktionärsvergütung drängen. Die USA, Europa, Kanada und die Schwellenländer wuchsen solide im Bereich von sechs bis sieben Prozent.
Schwächer schnitten Australien – belastet durch die hohe Rohstoffabhängigkeit –, Grossbritannien wegen rückläufiger Dividenden im Bergbau und der Telekommunikation sowie China ab, wo der Gewinnrückgang über fixe Ausschüttungsquoten direkt auf die Dividenden durchschlug.
Auch Schweizer Anleger dürfen sich freuen. Die hiesigen Dividenden erreichten mit 49 Milliarden Dollar ebenfalls einen Höchststand – ein Plus von 10,7 Prozent. Allerdings steuerte der starke Franken allein rund sechs Prozentpunkte zum Wachstum bei. Bereinigt blieben 4,7 Prozent Zuwachs.
Mehr als die Hälfte des Anstiegs entfiel auf den Finanzsektor. Die Breite war dennoch beachtlich: 97 Prozent der im Index enthaltenen Unternehmen erhöhten ihre Ausschüttungen oder hielten sie stabil. Die einzige Kürzung kam aus dem Transportsektor, wo sich die Gewinne nach dem Frachtratenboom normalisierten.
Für das laufende Jahr erwartet Capital Group einen weiteren Rekord. Die weltweiten Dividenden dürften auf 2,20 Billionen Dollar steigen, ein nominales Plus von 5,4 Prozent. «In einem Umfeld, das von geopolitischer Unsicherheit und wechselnden Volatilitätsphasen geprägt ist, können Unternehmen mit nachhaltig steigenden Dividenden Portfolios Stabilität geben», sagt Arne Tölsner, bei Capital Group zuständig für die DACH-Region.