Schweiz ganz vorn beim ZKB Nachhaltigkeitsrating

11.08.2009, 14:55 Uhr

Mit dem Nachhaltigkeitsrating für OECD-Staaten schafft die Zürcher Kantonal-bank (ZKB) auch bei Obligationen die Voraussetzung für einen breiten Einbezug von Umwelt- und Sozialaspekten in den Anlageprozess.

Schweden, die Schweiz und Norwegen schneiden in der jüngsten Studie am besten ab. Die USA bilden das Schlusslicht. Das ZKB Nachhaltigkeitsrating für Obligationen der OECD-Staaten ist eine wichtige Ergänzung zu klassischen Bonitätsratings.

Zum fünften Mal publiziert das ZKB Nachhaltigkeitsresearch der Zürcher Kantonalbank (ZKB) das ZKB Nachhaltigkeitsrating für Obligationen der OECD-Staaten und schliesst damit auch Umwelt- und Sozialaspekte in den Anlageprozess ein. In gebräuchlichen finanziellen Bonitätsratings sind Informationen zur Umweltsituation in Staaten nur am Rande enthalten. Auch soziale Faktoren fliessen nur beschränkt mit ein. Natürliche Ressourcen, aber auch stabile politische und soziale Verhältnisse sind jedoch eine wichtige Voraussetzung für die gesunde Volkswirtschaft eines Landes. Das Nachhaltigkeitsrating für OECD-Länder ist deshalb eine wichtige Ergänzung zu gängigen Bonitätsratings und unterstützt Anleger bei der Wahl der Staatsanleihen.

Breiter Kriterienkatalog

Das Nachhaltigkeitsrating 2009 umfasst alle 30 OECD-Staaten und basiert auf 100 verschiedenen Indikatoren zur Bewertung der Umwelt- und Sozialaspekte. Die Bereiche Umwelt und Soziales sind im Rating mit je 50 % gewichtet und umfassen je acht Themenfelder. Auf der Umweltseite werden beispielsweise die Bereiche Treibhauseffekt, Biodiversität und Umweltpolitik, auf der Sozialseite Bereiche wie Sicherheit und Stabilität, Gesundheit sowie Bildung und Kultur bewertet.

Die Schweiz hat sich verbessert
Die Berechnung des Nachhaltigkeitsratings auf der Basis der 100 ZKB Nachhaltigkeitsindikatoren führte zu einer Rangfolge der Staaten. Wie in der letzten Studie aus dem Jahre 2007 belegt Schweden in dieser Nachhaltigkeitsbewertung den ersten Rang. Die Schweiz folgt auf dem zweiten Platz und hat sich damit gegenüber dem letzten Rating um einen Rang verbessert. Norwegen liegt an dritter Stelle. Schweden und Norwegen verdanken ihre guten Platzierungen hauptsächlich den Ergebnissen im Sozialrating. Während die Schweiz im Umweltbereich den Spitzenplatz einnimmt, erreicht sie im Sozialbereich „nur" den siebten Rang.

USA als Schlusslicht
Weit abgefallen, mit einem deutlichen Abstand zum Zweitletzten, bilden die USA in Sachen Nachhaltigkeit das Schlusslicht. Neben den USA bekommen auch die Türkei und Mexiko schlechte Noten. Bei den USA kommt diese Platzierung durch den mit Abstand tiefsten Wert im Umweltbereich zustande. Die Türkei und Mexiko liegen zwar auf der Umweltseite im Mittelfeld, weisen aber die tiefsten Sozialratings auf.

Reichtum und Nachhaltigkeit
Der Vergleich mit wirtschaftlichen Kennzahlen der Staaten ergibt eine positive Korrelation mit dem Nachhaltigkeitsrating. Nur Staaten mit einem guten Bonitätsrating erreichen ein gutes Nachhaltigkeitsrating. Jedoch bedeutet ein gutes Bonitätsrating nicht zwingend ein gutes Nachhaltigkeitsrating. Ärmere Staaten erzielen tendenziell ein schlechteres Resultat im Sozialbereich, sie schneiden aber im Umweltrating besser ab. Reichere Staaten weisen dagegen meist eine gute Sozialperformance und – mit Ausnahme von Australien, Kanada und den USA – auch gute Resultate im Umweltrating auf.

Gefragtes ZKB Nachhaltigkeitsresearch
Seit 1996 verfügt die Finanzanalyse der ZKB über ein Nachhaltigkeitsresearch-Team, das Analysen und Bewertungen nach ökologischen und sozialen Kriterien für Aktien und Anleihen erstellt. Die Nachhaltigkeitsanalyse für Unternehmen erfolgt primär nach dem Branchenleaderansatz. Auch für Schuldner führt die Bank umfassende Nachhaltigkeitsbeurteilungen durch. Die ausgewählten Wertpapiere bilden die Basis für die nachhaltigen Anlageprodukte der ZKB, der Swisscanto sowie weiterer Kunden.

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