24.11.2021, 13:35 Uhr
Am diesjährigen Qualitätstest des Handelsblatt Elite Reports hat die LGT Bank wiederum die Höchstpunktzahl erreicht und das Prädikat "summa cum laude" erhalten. Sie führt damit die Wertung in Liechtenstein an und...
Die US-Konjunktur ist stabil, Europa hat den Tiefpunkt überschritten und Japan erholt sich kräftig. Die Wachstumsraten sind aber insgesamt bescheiden geblieben, während die Inflation rückläufig oder sehr tief ist. Das Risiko einer verfrühten geldpolitischen Wende ist daher gering, meint Mikio Kumada, Global Strategist von LGT Capital Management in seinem aktuellen Kommentar.
Die US-Wirtschaft ist gemäss Kumada solide genug, um Rezessionsängste in Schach zu halten, aber nicht zu stark, um die Federal Reserve zu einer verfrühten geldpolitischen Wende zu bewegen. In der Eurozone werden die Sparprogramme etwas aufgeweicht, und es gibt erste Anzeichen einer Stabilisierung. In Japan hat "Abenomics" gerade erst begonnen, positive realwirtschaftliche Ergebnisse zu liefern. In Notenbankkreisen scheint noch kein Konsens zu herrschen, ob bzw. wann die Fed ihre monatlichen Anleihenkäufe zurückfahren und die EZB etwaige weitere unorthodoxe Massnahmen ergreifen sollte. Gleichzeitig sind die Indikatoren für die erwarteten und tatsächlichen Inflationsraten zuletzt wieder gesunken. Der Wachstumsausblick hat sich daher im Verhältnis zum Inflationsrisiko etwas aufgehellt was bei vielen Investoren Reminiszenzen an die "Goldlöckchen"-Zeit hervorruft den Idealzustand inflationsarmen Wachstums. Angesichts der strukturellen Herausforderungen in den meisten Industrieländern halten wir jedoch auch am Risikoszenario einer deflationären Rezession fest, sehen allerdings nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass es eintrifft.
Mikio Kumada: "Wir erhöhen unsere Aktienquote durch weitere Zukäufe in Japan und reduzieren im Gegenzug Aktien in Asien sowie High Yield Anleihen. Der US-Dollar bleibt übergewichtet."