Enormes Wachstumspotential bei Immobilientiteln weltweit

06.06.2007, 12:12 Uhr

Die Zahl der börsennotierten Immobilienanlageinstrumente kann in den nächsten vier Jahren den Erwartungen zufolge gegenüber dem Niveau von 2005 um 70% steigen. Europa und Asien dürften in diesem Segment ein schnelleres Wachstum erleben und die dominante Marktposition der USA nach und nach reduzieren.

Die Einführung von REITs und REIT-ähnlichen Strukturen in zahlreichen Ländern, zuletzt in Singapur, Grossbritannien und Deutschland, hat die Nachfrage bereits belebt. Und das ist erst der Anfang: Zehn weitere Länder stehen entweder kurz davor oder diskutieren die Möglichkeit, REITs und REIT-ähnliche Strukturen einzuführen.

Steve Buller, Manager des Fidelity Funds - Global Property Fund, und Polly Kwan, Manager des Fidelity Funds - Asia Property Fund, haben kürzlich an einer Web-Konferenz die neuen Chancen kommentiert, die sich aus dem Wachstum dieser Märkte ergeben.

Kwan äusserte sich dazu wie folgt: "Mein Favorit ist momentan Japan. Nach 15 Jahren des Abschwungs weist der japanische Immobilienmarkt Anzeichen einer Erholung auf. Die Büroleerstandsraten gehen stetig zurück und das Mietwachstum beschleunigt sich – es ist im Februar im Vorjahresvergleich auf 15% gestiegen. Gleichzeitig ist die Nachfrage nach Büroräumlichkeiten an erstklassigen Standorten gestiegen, während das Angebot in den nächsten Jahren begrenzt bleibt. Insgesamt zeigt sich ein sehr erfreuliches Bild. Da die Vermieter höhere Mietpreise aushandeln können, ist der Markt für ausländische Investoren dank interessanter Renditen attraktiv."

Seit der Einführung von J-REITs (REIT-ähnlichen Strukturen) vor sechs Jahren sind die Börsennotierungen am Markt von null auf 42 angestiegen, was einem Volumen von USD 55 Mrd. entspricht.

Laut Polly Kwan bestehen zudem langfristig attraktive Perspektiven für Kapitalwachstum in China und Indien. Beide Märkte weisen vorteilhafte demographische Strukturen auf und haben einen günstigen Konjunkturausblick. Zahlreiche wichtige Teilnehmer am Immobilienmarkt sind nicht börsennotiert, und mit der wachsenden Anzahl von Notierungen steigen auch die Möglichkeiten. "Ich erwarte an beiden Märkten eine Konsolidierung. Vor dem Hintergrund der zahlreichen neuen Möglichkeiten wird Risikomanagement deshalb zu einem zentralen Faktor. In diesem Fall bedeutet das, Titel von Immobiliengesellschaften auszuwählen, die auf Kurs bleiben werden."

Steve Buller kommentierte die Entwicklung mit den Worten: "Meines Erachtens ist momentan Deutschland besonders interessant. Es ist einerseits die drittgrösste Volkswirtschaft der Welt und hat andererseits eines der niedrigsten Volumen an verbrieften Immobilien. Obwohl Deutschland zurzeit den grössten Immobilienmarkt Europas hat, werden weniger als 0,5% seiner Gewerbeimmobilien von REIT-ähnlichen Strukturen gehalten. Es ist zu hoffen, dass mit der Einführung von REITs ein Verbriefungstrend beginnen wird".

"Wenn weltweit irgendwo noch eine zyklische Erholung stattfinden sollte, wird sie im deutschen Büroimmobiliensektor zu beobachten sein. Die Nachfragetrends verbessern sich, das Angebot neuer Büroräumlichkeiten ist knapp und die Prime Yields präsentieren sich derzeit mit knapp über 5% attraktiv".

Fidelity International Limited («FIL») und ihre Tochtergesellschaften bieten an den wichtigsten Märkten der Welt Investmentprodukte und -dienstleistungen für private und institutionelle Investoren ausserhalb der USA an. FIL verwaltet Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 276,6 Milliarden USD.

Alle Artikel anzeigen