Schwedische Notenbank senkt seit langer Zeit erstmals Leitzins

Im zweiten Halbjahr könnte der Leitzins in Schweden noch zweimal sinken. (Bild Jeppe Gustafsson/Shutterstock)
Im zweiten Halbjahr könnte der Leitzins in Schweden noch zweimal sinken. (Bild Jeppe Gustafsson/Shutterstock)

Die Notenbank Schwedens hat ihren Leitzins erstmals seit ihrem Kampf gegen die hohe Inflation gesenkt. Das Zinsniveau werde um 0,25 Prozentpunkte auf 3,75 Prozent reduziert, teilte die Reichsbank in Stockholm mit. Bankanalysten hatten überwiegend damit gerechnet.

08.05.2024, 09:59 Uhr
Regulierung

Redaktion: AWP

Zugleich stellten die Währungshüter weitere Lockerungen in Aussicht: Im zweiten Halbjahr könne der Leitzins noch zweimal sinken, soweit sich die Aussichten für die Inflation nicht änderten, heisst es in einer Erklärung zum Zinsentscheid.

Die Inflation bewege sich näher am Zielwert der Notenbank, begründeten die Zentralbanker ihren Lockerungsschritt. Noch bis Mitte vergangenen Jahres war die Teuerung drastisch bis auf mehr als zehn Prozent gestiegen. Hintergrund war vor allem der Angriff Russlands auf die Ukraine, der Rohstoffe und Energie zeitweise stark verteuert hatte. Den Ausblick für die Inflation bezeichneten die Währungshüter jedoch als ungewiss.

Ein weiterer Grund für die Zinssenkung ist die wirtschaftliche Entwicklung, die aus Sicht der Notenbank zuletzt schwach gewesen ist. Es wird allerdings eine schrittweise Besserung erwartet. Die Lage am Arbeitsmarkt werde sich weiter abschwächen.

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