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Wyden und DRW Cumberland: Brückenschlag zwischen Krypto und traditioneller Finanzwelt

Wyden und DRW Cumberland arbeiten künftig enger zusammen (Bild: IT)
Wyden und DRW Cumberland arbeiten künftig enger zusammen (Bild: IT)

Die Zürcher Handelsplattform Wyden baut ihr institutionelles Netzwerk für den Handel mit digitalen Vermögenswerten weiter aus: Wie das Unternehmen mitteilte, wird der US-amerikanische Krypto-Liquiditätsanbieter DRW Cumberland künftig an das globale Liquiditätsnetzwerk von Wyden angebunden.

17.02.2026, 09:36 Uhr
Asset Management | Finanzplätze | Fintech

Redaktion: asc

Im Kern geht es um ein zentrales Versprechen an die Kundschaft: Banken und Broker, die über Wyden handeln, sollen künftig auch auf die Krypto-Liquidität von Cumberland zugreifen können – direkt, effizient und unter Einhaltung der im traditionellen Finanzgeschäft üblichen Standards zur bestmöglichen Auftragsausführung, der sogenannten Best Execution. Gleichzeitig sollen Gegenparteienrisiko und operationelle Risiko minimiert werden.

Für Wyden, das sich als weltweit führender Technologieanbieter für den institutionellen Kryptohandel positioniert, ist die Anbindung von Cumberland ein weiterer Baustein im Ausbau des eigenen Ökosystems. Die Plattform mit Hauptsitz in Zürich deckt den gesamten Handelszyklus ab und integriert Verwahrungs-, Kernbanken- und Portfoliomanagementsysteme. Mit Produktzentren in Polen und Niederlassungen in Singapur und New York ist Wyden international aufgestellt.

Cumberland drängt nach Europa

Für DRW Cumberland wiederum ist die Partnerschaft Teil einer gezielten Expansionsstrategie. Der zur Chicagoer Handelsgruppe DRW gehörende Liquiditätsanbieter ist seit 2014 im Kryptomarkt aktiv und zählt zu den grössten Market Makern der Branche. Nun will Cumberland seine Präsenz in Europa verstärken und gezielt traditionelle Finanzinstitute ansprechen, die professionell in den Kryptohandel einsteigen wollen – oder dies bereits tun.

Rob Strebel, Head of Relationship Management bei Cumberland, verwies in der Mitteilung auf die wachsende Nachfrage von Banken und Brokern nach einem Marktzugang, der den Anforderungen der regulierten Finanzwelt genüge. Die Kooperation mit Wyden unterstütze das Ziel, institutionelle Liquidität in robusten, regulierten Handelsumgebungen bereitzustellen.

Wyden-Gründer und Verwaltungsratspräsident Andy Flury schreibt, dass angesichts des stetig zunehmenden Engagements institutioneller Anleger in digitalen Vermögenswerten die Qualität und Zuverlässigkeit des Liquiditätszugangs immer entscheidender werde. Cumberland bringe langjährige Kryptomarkterfahrung gepaart mit einer tiefen Verankerung im traditionellen institutionellen Handel mit.

Ein Markt im Umbruch

Die Partnerschaft fügt sich in eine Entwicklung, die den Kryptomarkt seit Monaten prägt: Institutionelle Akteure – von Grossbanken über Vermögensverwalter bis hin zu Brokern – drängen zunehmend in den Handel mit digitalen Vermögenswerten. Dabei verlangen sie dieselbe Infrastrukturqualität, die sie aus dem klassischen Wertschriftenhandel kennen: regulierte Gegenparteien, transparente Preisbildung, lückenlose Kontrollen.
Anbieter wie Wyden und Cumberland positionieren sich genau an dieser Schnittstelle. Ihr Geschäftsmodell basiert auf der Überzeugung, dass der Kryptohandel nur dann nachhaltig wachsen kann, wenn er sich an den Standards der traditionellen Finanzwelt orientiert.

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