Universität Lausanne erhält CFA Award

v.l.n.r.: Louis Soots, Anne Fargeot, Marie-Caroline Fonta, Valérie Pagnier und Fabian Karl
v.l.n.r.: Louis Soots, Anne Fargeot, Marie-Caroline Fonta, Valérie Pagnier und Fabian Karl

In der Schweizer Landesausscheidung ging der diesjährige prestigeträchtige CFA Institute Research Challenge Award erneut an ein Team der Universität Lausanne. Die Westschweizer Nachwuchsanalysten haben sich damit die Teilnahme am EMEA-Finale in Mailand gesichert.

03.03.2014, 10:19 Uhr

Redaktion: dab

Wie schon letztes Jahr, so errang 2014 erneut ein Lausanner Universitätsteam den Gesamtsieg zur Swiss CFA Institute Research Challenge. Das Gewinnerteam bestand aus den Westschweizer Master-Studenten Louis Soots, Anne Fargeot, Marie-Caroline Fonta, Valérie Pagnier und Fabian Karl. Der Gesamtsieg ist mit einem Preisgeld von 1‘000 Franken dotiert. Zusätzlich wird ein Preisgeld von 1‘000 Franken für die beste Präsentation vergeben. Dieses teilte sich das Lausanner Team mit demjenigen der Universität in Neuenburg, dessen Präsentation von der Jury ebenfalls als beste gewürdigt wurde. Den besten Research Report lieferte das Team der Universität St. Gallen.

Die Lausanner Gesamtsieger dürfen nun die Schweiz an der internationalen Ausscheidung in Mailand im April vertreten, an der die Gewinner aus Europa, Afrika und dem Nahen Osten teilnehmen. Bei einem erneuten Erfolg winkt sogar das gleich danach folgende Weltfinale, das in Singapur stattfindet.

3‘500 Teilnehmer von 825 Universitäten
Der CFA Institute Research Challenge wird weltweit vom CFA Institute organisiert, um Nachwuchstalente in der Finanzanalyse zu fördern. Im Rahmen einer konkreten Fallstudie nehmen die Teilnehmer die Rolle von Finanzanalysten ein und erstellen einen umfangreichen Research-Report, in dem sie die Attraktivität eines Unternehmens aus Anlegersicht beurteilen. Die Teams bestehen aus drei bis fünf Master-Studierenden, die für die Teilnahme am Wettbewerb zusätzlich von ihrer Universität Credits für das Studium erhalten. In ihrer Arbeit werden sie von ihren Professoren sowie erfahrenen Finanzanalysten und Portfoliomanagern der lokalen CFA-Organisationen unterstützt.

In diesem Jahr wurden weltweit über 91 lokale Ausscheidungen durchgeführt. Dabei nahmen Teams von über 825 Universitäten aus 55 Ländern teil. Insgesamt waren rund 3500 Studierende beteiligt. Damit wurde eine Steigerung um 75 Universitäten und 250 Studenten verzeichnet, was die Attraktivität dieses Awards unterstreicht. In der Schweiz nahmen dieses Jahr 25 Teams der Universitäten in St. Gallen, Lausanne, Lugano, Neuenburg, Zürich, Freiburg und Genf teil. Diesmal galt es, die börsenkotierte Firma Autoneum zu analysieren, ein in Winterthur ansässiges Unternehmen der Automobilausrüstungsindustrie. Am vergangenen Mittwoch präsentierten die sieben Finalistenteams in den Räumlichkeiten der Universität Zürich ihre Resultate einer hochkarätigen Jury, bestehend aus führenden und erfahrenen Schweizer Persönlichkeiten aus der Finanzanalyse und institutioneller Vermögensverwaltung.

Nicht nur fachliche Professionalität, sondern auch ethische Werte wichtig
„Der CFA Investment Research Challenge ist ein gutes Beispiel für die Werte, welche die CFA-Mitglieder nach Innen und Aussen vertreten. Durch die Vernetzung der universitären Ausbildung mit der Praxis erreichen wir ein verbessertes Verständnis der nächsten Generation für die täglichen Herausforderungen in der praktischen Finanzanalyse und verbessern so das Fundament für das Asset Management in der Schweiz – ein wichtiges Ziel der Schweizer Finanzindustrie“, erklärte Olivier P. Müller, CFA, Co-Organisator und Sektorleiter im Research von Credit Suisse, dem Hauptsponsor der Veranstaltung. „Zudem stelle ich fest, dass die verschiedenen Studententeams immer bessere Arbeit leisten – so scheint der Research Challenge eine nachhaltige Wirkung zu erzielen.“

Doch das CFA Institute will mit Initiativen wie diesem Award nicht nur die Professionalität der Anlageprofis weltweit fördern, sondern auch das Kundenverständnis. „Was Sie für Ihre Karriere benötigen, sind nicht nur eine solide Ausbildung, einen Studienabschluss und womöglich sogar den CFA-Charter, sondern auch Passion“, appellierte denn auch Florian Esterer, CFA, Co-Organisator und Präsident von CFA Society Switzerland, an die Nachwuchstalente. „Genauso wichtig sind im heutigen Umfeld menschliche und ethische Skills sowie das Bewusstsein, dass schlussendlich der Kunde das wichtigste Glied der Wertschöpfungskette ist“.

Weitere Informationen zum CFA Institute Research Challenge finden Sie unter:

www.cfasociety.org/switzerland/Pages/ResearchChallenge1314.aspx

und

www.cfainstitute.org/community/challenge/Pages/index.aspx

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