19.02.2026, 11:43 Uhr
Der Vermögensverwalter Edmond de Rothschild Asset Management hat 2025 Nettozuflüsse von 5,4 Milliarden Euro eingesammelt und damit das fünfte Jahr in Folge mit positivem Neugeldzufluss abgeschlossen. Für 2026 sind...
Die an der Schweizer Börse kotierte Immobiliengesellschaft Novavest Real Estate hat im Geschäftsjahr 2025 kräftig zugelegt. Der Gewinn inklusive Neubewertungseffekte stieg um 49 Prozent auf 30,5 Millionen Franken, wie das auf Wohnliegenschaften fokussierte Unternehmen am Mittwoch mitteilte. Auch operativ lief es rund. Nun soll der Verwaltungsrat erneuert werden.
Getrieben wurde das Ergebnis von Novavest von mehreren Faktoren gleichzeitig. Die Leerstandsquote sank im Jahresverlauf von 2,7 auf nur noch 2,0 Prozent. Gleichzeitig drückte das tiefere Zinsniveau die Finanzierungskosten: Der durchschnittliche Hypothekarzins fiel von 1,2 auf 1,0 Prozent, der Nettofinanzaufwand schrumpfte von 7,2 auf 5,6 Millionen Franken.
Novavest nutzte laut der Mitteilung das Geschäftsjahr, um das Portfolio gezielt zu bereinigen. Sechs kleinere Liegenschaften wurden verkauft, deren Wertsteigerungspotenzial aus Sicht des Managements ausgeschöpft war. Der Marktwert des Gesamtportfolios lag per Jahresende bei knapp über einer Milliarde Franken. Die Verkaufserlöse flossen in den Schuldenabbau: Die Fremdbelehnungsquote sank um 2,6 Prozentpunkte auf 51,2 Prozent – ein erklärtes strategisches Ziel seit der Fusion mit der SenioResidenz AG Mitte 2024.
Die unabhängige Bewertung durch Wüest Partner ergab einen Aufwertungsgewinn von 7,4 Millionen Franken. Der durchschnittliche Diskontierungssatz ging dabei nur marginal um drei Basispunkte auf 2,85 Prozent zurück, was auf eine vorsichtige Bewertungspraxis hindeutet.
Der Innenwert je Aktie (NAV) stieg auf 43.22 Franken, nach 41.61 Franken im Vorjahr. Den Aktionären schlägt der Verwaltungsrat eine um 5 Rappen auf 1.45 Franken erhöhte Nennwertrückzahlung vor, was beim aktuellen Kurs einer Ausschüttungsrendite von 3,6 Prozent entspricht. Die Generalversammlung findet am 26. März statt.
Personell stehen Veränderungen an. Adrian Nösberger, Verwaltungsrat der Schroder & Co Bank und erfahrener Finanzmanager, sowie die auf Gesellschafts- und Immobilienrecht spezialisierte Anwältin Salome Wieser werden zur Wahl in den Verwaltungsrat vorgeschlagen. Sie ersetzen Claudia Suter und Stefan Hiestand, die nicht mehr antreten.
Der Wohnanteil am Portfolio liegt derzeit bei 59 Prozent, so Novavest. Drei laufende Sanierungs- und Entwicklungsprojekte in Basel, Romanshorn und Schaffhausen sollen im Verlauf von 2026 fertiggestellt werden und zusätzliche Mieterträge von rund 2,1 Millionen Franken generieren. Im Bereich Nachhaltigkeit erreichte die Gesellschaft beim erstmaligen GRESB-Rating den «Green Star»-Status.
Für das laufende Jahr gibt sich das Management zuversichtlich. Anorganisches Wachstum oder Aktienrückkäufe würden geprüft, aber nur umgesetzt, wenn sie objektiv Wert schafften, heisst es in der Mitteilung. Im Zentrum stehen weiterhin tiefe Leerstände, sinkende Verschuldung und eine attraktive Ausschüttungspolitik.