29.01.2026, 08:42 Uhr
Seit Jahresbeginn 2026 zeigen die Börsenkurse, dass Investoren im Luxussektor selektiv geworden sind. Schweizer Uhrenwerte sind davon direkt betroffen.
Der schwedische Private-Equity-Investor Nordic Capital steigt beim Schweizer Fondsdienstleister 1741 Group ein. Der Investor erwirbt eine Mehrheitsbeteiligung am Unternehmen, das auf die Strukturierung und Administration von Anlagefonds spezialisiert ist.
Die 1741 Group verwaltet aktuell Vermögen von über 23 Milliarden Franken und beschäftigt rund 70 Mitarbeitende an Standorten in der Schweiz, Liechtenstein und Luxemburg. Zu den Kunden zählen Vermögensverwalter, Pensionskassen und Family Offices.
Das 2016 gegründete Unternehmen soll mit dem neuen Investor seine Expansion in Europa vorantreiben und die Position als eine führende Plattform für Fondsservices in Europa weiter zu stärken. Beide Seiten wollen die Marktkonsolidierung in der europäischen Fondsbranche aktiv mitgestalten – sowohl durch organisches Wachstum als auch durch Zukäufe.
«Die Kapazität unserer Plattform ist bei weitem nicht ausgeschöpft», sagte CEO Benedikt Czok. Er bleibt an der Spitze des Unternehmens und hält künftig rund 20 Prozent der Anteile. Mitgründer Markus Wagner zieht sich aus dem operativen Geschäft zurück, wird die Gruppe aber weiterhin beratend begleiten.
Die Investition erfolgt über Evolution, die Mid-Market-Strategie von Nordic Capital mit einem Fondsvolumen von 3,2 Milliarden Euro. Für die Plattform ist die 1741 Group bereits das vierzehnte Investment seit 2021.
«Das Unternehmen hat sich als dynamischer und schnell wachsender Fondsdienstleister etabliert», sagte David Samuelson, Partner bei Nordic Capital. Mit dem Einstieg von Nordic Capital gewinnt die 1741 Group laut eigenen Angaben einen Partner mit langjähriger Erfahrung in der Begleitung von Wachstumsunternehmen im Finanzsektor. Neben finanziellen Ressourcen stellt der Investor bei Bedarf auch operatives Know-how zur Verfügung.
Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt von Closing-Bedingungen und wird voraussichtlich noch in diesem Halbjahr vollzogen. Der Abschluss der Transaktion wird im ersten Halbjahr 2026 erwartet. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart.