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Investorenvertrauen nimmt wieder zu

20.02.2008, 08:37 Uhr

Der aktuelle State Street Investor Confidence Index stellt für Februar 2008 einen Anstieg des weltweiten Investorenvertrauens um 3,5 auf 73 Punkte fest. Noch im Januar betrug dieser Wert 69,5 Punkte.

Die Stimmung der nordamerikanischen Anleger stieg um 6 Punkte von 72,2 auf 78,2 Punkte. Andernorts entwickelte sich die Risikoneigung jedoch gedämpfter: Das Vertrauen der europäischen Anleger fiel von 85,8 auf 83,7 Punkte, und die asiatischen Investoren traten auf der Stelle mit einem nur leicht gestiegen Wert von 85,4 auf 85,7 Punkte.

Der Index wurde von Harvard-Professor Ken Froot und State Street Associates Director Paul O'Connell entwickelt und misst monatlich das Anlegervertrauen anhand quantitativer Analysen des Kauf- und Verkaufverhaltens institutioneller Anleger. Grundlage für den Index ist eine finanzwissenschaftliche Theorie, die aus Veränderungen in der generellen Risikobereitschaft sowie des Aktienanteils im Portfolio bei institutionellen Anlegern präzise Aussagen ableitet. Danach ist das Vertrauen umso grösser, je höher die Bereitschaft zu einem grossen Aktienanteil im Portfolio ist.

„In diesem Monat war eine weitere leichte Erholung des weltweiten Investorenvertrauens zu beobachten, die wir bereits im Januar konstatiert hatten”, kommentiert Ken Froot. „Der leichte Anstieg um 3,5 Punkte vollzieht sich vor dem Hintergrund einer sinkenden Marktvolatilität, die sich noch Anfang des Winters auf sehr hohem Niveau bewegte. Dies zeigt, dass die extreme Risikoaversion der institutionellen Anleger, die noch Ende 2007 die Märkte beherrschte, vielleicht übertrieben war.“

„Betrachtet man die aktuellen Daten, so sehen wir weiterhin ein ordentliches Mass an Zurückhaltung, das jedoch durch die Bereitschaft ausgeglichen wird, bestimmte Risiken wieder einzugehen“, fügt Paul O'Connell hinzu. „Die Länder- und Sektorenallokationen bleiben defensiv, aber die aktuellen Kapitalströme in Marktsegmente wie Lateinamerika und globale Finanzwerte demonstrieren einen etwas gestiegenen Risikoappetit.“

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