Gute Einstiegschancen in China

03.04.2008, 11:35 Uhr

Obwohl die chinesischen Aktienmärkte – wie andere globale Aktienmärkte auch – das neue Jahr mit heftigen Kursausschlägen begonnen haben, halten die Asien-Experten von Invesco angesichts der fortgesetzt soliden Wirtschafts- und Unternehmensfundamentaldaten an ihrem positiven langfristigen Ausblick für diesen Markt fest. Auf kurze Sicht wird der vom Risiko eines möglichen globalen Abschwungs ausgehende Abwärtsdruck auf chinesische Aktien anhalten.

Gemäss Investment Director Mike Shiao sind zurzeit die folgenden drei Faktoren kurzfristig von Bedeutung: Erstens die Auswirkungen der Freigabe von zuvor nicht handelbaren Aktien zum Handel im A-Aktienmarkt für chinesische Inlandsaktien; zweitens das starke Kreditwachstum am Jahresanfang und drittens die Inflationssorgen.

Obwohl Sorgen über eine Liquiditätsschwemme durch die Freigabe von zuvor nicht handelbaren Aktien die A-Aktien zuletzt auf Talfahrt geschickt haben, betont Shiao, dass nichts „auf eine massive Verkaufswelle nach Ablauf der Einschränkungen“ hindeute. Da sich an den zugrundeliegenden Fundamentaldaten nichts geändert habe, erwartet er, dass „Unternehmen mit gesunden Bilanzen, soliden Geschäftsmodellen und guter Liquiditätsausstattung im Rahmen des Reifungsprozesses diese Marktes überdurchschnittliche Wertzuwächse erzielen werden.“ Ausserdem weist Shiao auf die von den chinesischen Behörden ergriffenen Massnahmen zur Verbesserung der Aufnahme dieser überschüssigen Liquidität hin, z.B. die Beschleunigung des Fondszulassungsverfahrens und die Anhebung der im Rahmen des QFII-Programms für qualifizierte institutionelle Investoren genehmigten Quoten.

Laut Shiao ist das starke Kreditwachstum im Januar vor allem auf die Freisetzung vereinbarter Kredite, welche die Banken nach der Verschärfung der Kreditkontrollen im vierten Quartal 2007 angehäuft hatten, zurückzuführen. Da die Eindämmung der Inflation das Hauptanliegen der chinesischen Regierung bleibe, rechnet Shiao in den nächsten Monaten nicht mit einer Lockerung der Geldpolitik. In jedem Fall ginge es seiner Ansicht nach höchstens um eine selektive Lockerung für „Bereiche, die in direkter Verbindung mit den Auswirkungen der Schneestürme im Süden Chinas im Februar 2008 stehen, wie z.B. Infrastruktur und Kraftwerkentwicklung”.

Die Nachwirkungen der durch die heftigen Schneestürme ausgelösten Lieferengpässe haben die Eindämmung des Preisdrucks zu einer noch grösseren Herausforderung für die chinesischen Behörden gemacht. Dennoch sind die Investmentexperten von Invesco trotz der anhaltenden Sorgen über eine Konjunkturflaute in den USA und eine geldpolitische Verschärfung weiterhin überzeugt, dass die chinesische Wirtschaft ihr dynamisches Wachstum fortsetzen wird. Für 2008 gehen sie von einem BIP-Wachstum von etwa 10 Prozent aus.

„Trotz der erhöhten Marktvolatilität und des damit verbundenen Risikos weiterer kurzfristiger Schwächephasen sehen wir angesichts der soliden mittel- bis langfristigen Fundamentaldaten weiterhin gute Investmentgelegenheiten am chinesischen Aktienmarkt“, so Fondsmanager Shiao. „Infolge der gesunden Kurskorrekturen können langfristig orientierte Anleger hier von attraktiven Einstiegschancen profitieren.”

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