Fokus auf Aktienmarktrenditen statt Wirtschaftswachstum

Michael Godfrey, Co-Manager des M&G Global Emerging Markets Fund
Michael Godfrey, Co-Manager des M&G Global Emerging Markets Fund

Der M&G Global Emerging Markets Fund feiert sein 3-jähriges Bestehen mit einer Platzierung im obersten Quartil seiner Vergleichsgruppe. Dieses Ergebnis ist der Einzeltitelselektion seiner Co-Manager Michael Godfrey und Matthew Vaight zu verdanken.

16.02.2012, 13:25 Uhr

Redaktion: anw

Seit seiner Auflegung am 5. Februar 2009 hat der M&G Global Emerging Markets Fund um 110,7% zugelegt. Damit hat er sowohl das Plus von 96,6% seines Vergleichsindex, des MSCI Emerging Markets-Index, als auch den durchschnittlichen Ertrag des Morningstar Global Emerging Markets-Sektors übertroffen, der 85,1% erzielte.

"Entgegen der allgemeinen Auffassung, dass das Wirtschaftswachstum der Schwellenländer auch die dortigen Aktienmärkte antreibt, sind wir der Meinung, dass ein vergleichsweise kräftiges Wirtschaftswachstum nicht zwangsläufig auch zu höheren Aktienmarkterträgen führt", so Michael Godfrey.

Nachhaltige Geschäftsmodelle
"Stattdessen werden die Märkte auf lange Sicht durch die Unternehmen und deren Bewertungsniveau bestimmt," fügt er hinzu. "Deshalb filtern wir Firmen heraus, die wirklich nachhaltige Geschäftsmodelle entwickeln können, um vom Wirtschaftswachstum der Schwellenländer zu profitieren und ihren Aktionären einen Mehrwert zu bieten. Bei der Bewertung von Unternehmen berücksichtigen wir strenge Vorgaben und sind uns bewusst, dass eine hervorragende Firma nicht zwangsläufig auch ein hervorragendes Investment ist."

Die Anlagestrategie des Fonds basiert auf der Identifizierung von etwa 60 Unternehmen nach dem Bottom-Up-Ansatz, die entweder ihre Kapitalrenditen steigern oder aber langfristig hohe Erträge abwerfen können. Michael Godfrey und Matthew Vaight können dabei in sämtliche Volkswirtschaften, Branchen und Marktkapitalisierungssegmente der Schwellenländer investieren. Der Fonds verfolgt einen langfristig ausgerichteten Investmentansatz mit einer Haltedauer von üblicherweise drei bis fünf Jahren.

Die Vielfalt der Risiko-/Ertragsprofile der im Fonds vertretenen Aktien kam der Wertentwicklung angesichts der extrem unbeständigen Lage der letzten drei Jahre zugute. So lieferten beispielsweise defensive Unternehmen, wie FEMSA und Axiata während eines turbulenten Jahres 2011 einen Zusatzertrag. Im Gegensatz dazu wurden die Ergebnisse im Jahr 2009, als die Märkte kräftig angestiegen sind, durch eine Reihe vergleichsweise zyklischer Firmen wie Sherritt International und Grupo Mexico gestützt.

Vielversprechende Emerging Markets
Matthew Vaight erläutert: "Obwohl das letzte Jahr für die Schwellenländermärkte schwierig war, sind die Fundamentaldaten dieser Länder auf lange Sicht nach wie vor viel versprechend. Darüber hinaus ist das Bewertungsniveau momentan sowohl gegenüber den etablierten Börsenplätzen als auch im historischen Vergleich attraktiv. Dies gilt insbesondere angesichts der robusten Entwicklung des Unternehmenssektors, die wir zurzeit in den Schwellenländern beobachten. Besonders viel versprechend sind die Schwellenländermärkte weiterhin für aktive Investoren, weil es sich dabei um vergleichsweise weniger effiziente Börsenplätze handelt."

Zusammenfassend erklärt Michael Godfrey: "Vor diesem Hintergrund ist es wichtig, Corporate Governance-Standards zu berücksichtigen. Den Unternehmensleitungen wird zunehmend bewusst, dass sie für die Aktionäre Mehrwerte schaffen müssen anstatt ausschliesslich nach Wachstum zu streben. Wachstum ist für die Aktionäre nämlich erst dann von Vorteil, wenn dieses Wachstum für sie auch Mehrwerte mit sich bringt – ein Grundprinzip, das viele Schwellenländerunternehmen in der Vergangenheit nur allzu gerne ignoriert haben. Diese Verbesserung bei der Corporate Governance ist an den Schwellenländermärkten aber gerade das Spannende."

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