07.10.2026, 07:26 Uhr
Bei der Cofra Holding wird Florian Brenninkmeyer per April 2027 Verwaltungsratspräsident. Die Ernennung markiert den Übergang von der fünften zur sechsten Generation der Eigentümerfamilie Brenninkmeijer.
Der norwegische Vermögensverwalter DNB Asset Management lanciert den DNB Fund Women’s Health nun auch hierzulande. Nach eigenen Angaben handelt es sich um den weltweit ersten aktiv verwalteten globalen Aktienfonds, der sich ausschliesslich auf Frauengesundheit konzentriert.
Frauengesundheit galt in der Pharma- und Medizintechnikbranche lange als Randthema. Inzwischen wird sie auch an den Kapitalmärkten als eigenständige Investmentstory gehandelt. DNB Asset Management, Teil der norwegischen DNB Group, hat den DNB Fund Women’s Health im September in Norwegen lanciert und macht ihn jetzt auch professionellen und privaten Anlegern in der Schweiz zugänglich.
Die Argumentation des Anbieters stützt sich vor allem auf Demografie und medizinischen Fortschritt. Bis 2030 werden nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) weltweit rund 1,2 Milliarden Frauen die Menopause erreicht haben. Gleichzeitig erlauben bessere Diagnostik und Medizintechnik eine frühere und präzisere Erkennung von Krankheiten, und geschlechtsspezifische Unterschiede werden in Forschung und Therapie stärker berücksichtigt.
Wie gross die Lücke ist, zeigt eine Studie des McKinsey Health Institute und des World Economic Forum aus dem Jahr 2024: Frauen verbringen demnach rund 25 Prozent mehr ihrer Lebenszeit in schlechter Gesundheit als Männer. Würde diese Lücke geschlossen, könnte das die globale Wirtschaftsleistung bis 2040 um jährlich rund 1 Billion US-Dollar steigern.
«Demografischer Wandel, medizinischer Fortschritt und ein wachsendes Bewusstsein für frauenspezifische Gesundheitsbedürfnisse verändern den Gesundheitsmarkt. Für Anleger entsteht daraus ein langfristiges Investmentthema, das weit über einzelne Bereiche wie Reproduktionsmedizin hinausgeht», sagt Christoph Salzmann, Co-Head Schweiz von DNB Asset Management.
Das Anlageuniversum ist breiter, als der Begriff Femtech vermuten lässt. DNB zählt mehr als 600 Unternehmen aus Pharma, Medizintechnik, Diagnostik, Technologie und Consumer Health dazu. Das Fondsmanagement wählt daraus 35 bis 50 Titel aus – von spezialisierten Women’s-Health-Anbietern bis zu globalen Konzernen, bei denen Frauengesundheit nur einer von mehreren Geschäftstreibern ist. Investiert wird in den USA, in Europa und in Asien, wobei etablierte Unternehmen mit kleineren Wachstumswerten kombiniert werden.
Strukturiert ist das Universum entlang von drei Säulen: Prävention, Behandlung und Lebensqualität. Darunter fallen etwa Früherkennung und Screening, reproduktive und gynäkologische Gesundheit, Autoimmunerkrankungen und Onkologie, aber auch Beckenboden-, Knochen- und Herzgesundheit sowie gesundes Altern. Berücksichtigt werden Erkrankungen, die ausschliesslich Frauen betreffen, ebenso wie solche, die bei Frauen überproportional häufig auftreten oder sich anders äussern.
Fondsmanagerin ist Anesa Mulabecirovic Sahnoun. Die promovierte Medizinerin bringt mehr als 15 Jahre Erfahrung aus norwegischen und internationalen Spitälern, der klinischen Fachentwicklung und dem Gesundheitssektor mit. Sie hat über zehn wissenschaftliche Arbeiten in internationalen Fachzeitschriften publiziert und war als Expertin für den norwegischen Forschungsrat tätig. Seit 2021 ist sie Co-Managerin der Fonds DNB Health Care und DNB Biotechnology; Investmentansatz und Anlageuniversum des neuen Fonds hat sie selbst entwickelt.
«Wir sehen eine wachsende Zahl von Unternehmen, die innovative Lösungen für bislang unzureichend adressierte Gesundheitsbedürfnisse von Frauen entwickeln», sagt Mulabecirovic Sahnoun. Das Anlageuniversum reiche von Diagnostik und Medizintechnik bis zu Pharma und Consumer Health.
Unterstützt wird sie von den Healthcare-, Technologie- und globalen Aktienteams des Hauses. Diese Zusammenarbeit soll vor allem bei diversifizierten Konzernen helfen, bei denen das Geschäft mit Frauengesundheit nur einen Teil der Aktivitäten ausmacht und die Analyse entsprechend aufwendiger ist.
Der Fonds ist als Artikel-8-Fonds gemäss der EU-Offenlegungsverordnung SFDR klassifiziert. DNB Asset Management verwaltet rund 130 Milliarden Euro und ist neben Oslo, Stockholm, Luxemburg und Madrid auch in Zürich präsent.