Bundesökonomen sehen für 2020 geringeren Wirtschaftseinbruch

Gemäss Seco dürfte das BIP in diesem Jahr nicht so massiv einbrechen wie in früheren Prognosen erwartet worden war. (Bild: Shutterstock.com/Kamilalala)
Gemäss Seco dürfte das BIP in diesem Jahr nicht so massiv einbrechen wie in früheren Prognosen erwartet worden war. (Bild: Shutterstock.com/Kamilalala)

Das Seco hat die Prognose für den Rückgang des realen Bruttoinlandprodukts im Jahr 2020 im Vergleich zu den letzten Prognosen deutlich nach unten korrigiert.

12.10.2020, 10:16 Uhr

Redaktion: rem

Ende April war das das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) von einem Rückgang des realen Bruttinlandprodukts (BIP) um 6,7% gegenüber dem Vorjahr ausgegangen, kurz nach dem Lockdown Mitte März war gar noch ein deutlich schärferer Einbruch erwartet worden. Bei der letzten offiziellen Prognose im Juni waren die Bundesökonomen noch von einem Minus von 6,2% ausgegangen, und vor einem Monat noch von -5%. Nun rechnet die Expertengruppe des Bundes mit einem Minus des BIP von 3,8% gegenüber dem Vorjahr, wie das Seco am Montag mitteilte. Auch die Perspektiven für den Arbeitsmarkt haben sich in den letzten Monaten deutlich verbessert. Die Arbeitslosigkeit wird 2020 im Durchschnitt noch bei 3,2% erwartet, nachdem im Juni ein Wert von 3,8% prognostiziert worden war. Allerdings hatte das Seco auch hier bereits vor Monatsfrist eine Anpassung der Prognose angedeutet und einen Wert von unter 3,5% genannt.

Mit der Lockerung der gesundheitspolitischen Massnahmen habe Ende April eine zügige Aufholbewegung der Schweizer Wirtschaft eingesetzt, so das Seco. Sowohl die Konsum- als auch die Investitionsnachfrage hätten im zweiten Quartal die Erwartungen übertroffen. Und die Kurzarbeit sei deutlich weniger stark in Anspruch genommen worden als noch im Juni erwartet.

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