Ferientrends 2026: Schweiz schlägt Mittelmeer im Beliebtheitsranking – das Tessin macht den Unterschied

Dank Lugano und anderen Tessiner Destinationen ist die Schweiz auch im Sommer 2026 beliebt (Bild: Holidu)
Dank Lugano und anderen Tessiner Destinationen ist die Schweiz auch im Sommer 2026 beliebt (Bild: Holidu)

Trotz günstigerer Alternativen am Mittelmeer bleibt die Schweiz das beliebteste Ferienland der heimischen Bevölkerung. Eine Auswertung des Ferienhaus-Portals Holidu zeigt: Lugano, Locarno und Ascona katapultieren das Tessin im Reiseregion-Ranking vor Nizza, Rimini und Mallorca – obwohl Schweizer Destinationen im Schnitt deutlich teurer sind.

05.05.2026, 09:53 Uhr

Redaktion: asc

Die Sommerferien rücken näher, und damit die Frage, wohin es Schweizerinnen und Schweizer in diesem Jahr zieht. Das Münchner Ferienhaus-Portal Holidu hat dazu die Suchanfragen auf seiner Schweizer Plattform für Aufenthalte zwischen dem 1. Juli und dem 31. August 2026 ausgewertet und mit Durchschnittspreisen für Ferienwohnungen verglichen. Das Ergebnis fällt eindeutig aus: Die Schweiz liegt im Länderranking auf Platz eins, vor Italien und Spanien.

Der Befund überrascht insofern, als die Schweiz mit durchschnittlich 231 Franken pro Nacht zugleich die teuerste der fünf meistgesuchten Destinationen ist. In Italien (Platz 2) liegt der Mittelwert bei lediglich 166 Franken, in Spanien (Platz 3) bei 186 Franken, in den Niederlanden (Platz 4) bei 202 Franken und in Kroatien (Platz 5) bei 172 Franken. Dass die Nachfrage trotz dieses Aufschlags ungebrochen ist, deutet auf den hohen Stellenwert von Inlandsferien hin: kurze Anreise, landschaftliche Vielfalt von den Alpen bis an die palmengesäumten Tessiner Seen sowie die gewohnte Servicequalität wiegen für viele den Preisunterschied offenbar auf.

Im Detail-Ranking der einzelnen Destinationen schaffen es gleich drei Tessiner Orte unter die Top 12 der bei Schweizern beliebtesten Ferienziele. Lugano belegt mit 235 Franken pro Nacht den vierten Platz, Locarno (250 Franken) folgt auf dem neunten und Ascona (232 Franken) auf dem elften. Damit liegen sie alle vor klassischen Mittelmeerzielen wie Nizza, Rimini oder Mallorca. Insgesamt zählen fünf Schweizer Destinationen zu den Top 30 – neben den drei Tessiner Orten auch Adelboden (Platz 24, 220 Franken) und Scuol (Platz 26, 194 Franken) als Vertreter der Alpenregion.

Spanien dominiert die Region-Hitliste

Wer es ans Mittelmeer zieht, wählt am häufigsten Spanien: Insgesamt 13 spanische Destinationen schaffen es in die Top 30 – mehr als jedes andere Land. An der Spitze des Gesamtrankings steht Málaga mit einem attraktiven Durchschnittspreis von 212 Franken pro Nacht. Auf den weiteren Plätzen folgen Alcúdia auf Mallorca (391 Franken), das italienische Lido di Jesolo (245 Franken), Lugano, Marbella (310 Franken), Barcelona (334 Franken), San Teodoro auf Sardinien (245 Franken), Calpe (218 Franken), Locarno und Lloret de Mar (239 Franken).

Wer nach Spanien reisen und dabei sparen möchte, weicht laut Holidu am besten auf die Costa Blanca (Calpe, Alicante, Jávea, Dénia) oder die katalanische Küste (Barcelona, Lloret de Mar, Roses) aus – beide Regionen sind bei Schweizer Gästen gefragt und deutlich günstiger als die Balearen, wo Formentera und Alcúdia mit knapp 400 Franken pro Nacht das obere Preisende markieren.

Italien profitiert wenig überraschend von der sprachlichen und kulturellen Nähe zur italienischsprachigen Schweiz. Lecce in Apulien führt mit 137 Franken pro Nacht das untere Ende der Preisskala an, gefolgt von Genua (154 Franken) und Rimini (171 Franken).

Insgesamt fallen die Preisunterschiede innerhalb der Top 30 erheblich aus: Zwischen der günstigsten Destination Lecce (137 Franken) und den Spitzenreitern Formentera respektive Alcúdia (knapp 400 Franken) klafft fast ein Faktor drei. Innerhalb der Schweiz reicht die Spanne von 194 Franken in Scuol bis 250 Franken in Locarno.

Holidu rät Reisenden zu Flexibilität: Eine An- und Abreise unter der Woche sei häufig günstiger als am Wochenende, wenige Kilometer abseits der Hotspots sänken die Preise erheblich, und Frühbucher erhielten die beste Auswahl – idealerweise kombiniert mit kostenfreien Stornierungsoptionen. Die Datenbasis stammt aus der Holidu-Datenbank, erhoben am 24. April 2026 für Aufenthalte mit Check-in zwischen dem 1. Juli und dem 31. August 2026.

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