Jungfraujoch unter den Top 10: Wo sich die Reise laut Millionen Bewertungen wirklich lohnt

Die imposante Kulisse im Berner Oberland gilt als eine der weltweit attraktivsten Destinationen (Bild: Adobe Stock)
Die imposante Kulisse im Berner Oberland gilt als eine der weltweit attraktivsten Destinationen (Bild: Adobe Stock)

Das Jungfraujoch zählt zu den zehn Sehenswürdigkeiten weltweit, die Reisende am häufigsten als «lohnenswert» beschreiben – und das trotz happiger Ticketpreise. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung des britischen Reiseversicherers InsureandGo, die auf über drei Millionen Reisebewertungen basiert.

25.05.2026, 09:56 Uhr

Redaktion: asc

Für die Studie wertete das Unternehmen Bewertungen einer Reihe teurer und schwer erreichbarer Attraktionen aus. Erfasst wurde jeweils, wie oft Besucherinnen und Besucher in ihren Vier- und Fünf-Sterne-Bewertungen das Erlebnis ausdrücklich als «worth it» – also den Zeit-, Geld- und Kraftaufwand wert – bezeichneten. Der Anteil dieser Nennungen an allen Bewertungen bildet die Grundlage des Rankings.

Zwei Schweizer Ziele in den Top 11

Das Jungfraujoch – Top of Europe – erreicht weltweit den achten Platz: 19,7 Prozent der Bewertungen beschreiben den Besuch als lohnenswert. Das Matterhorn Glacier Paradise in Zermatt folgt auf Rang 11 mit 15,6 Prozent. Beide Ziele gehören zu den preislich anspruchsvolleren Ausflugszielen im Alpenraum – was ihrer Beliebtheit in den Bewertungen offenbar keinen Abbruch tut.

An der Spitze des Rankings steht der Kings Canyon Lookout im australischen Northern Territory, wo mehr als jede vierte Bewertung (28,7 Prozent) den Besuch als lohnenswert einstuft. Dahinter folgen das Skellig Michael Monastery in Irland (26,3 Prozent) und der Franz Josef Glacier Viewpoint in Neuseeland (21,9 Prozent).

Der Aufwand als gemeinsamer Nenner

Über die gesamte Top 10 zieht sich laut der Auswertung ein Muster: Als lohnenswert gelten besonders jene Erlebnisse, die den Reisenden zuerst etwas abverlangen – sei es eine lange Anreise, eine körperliche Herausforderung, ein teures Ticket oder alles zusammen. So ist der erstplatzierte Kings Canyon nur über eine lange Fahrt durch das australische Outback erreichbar, rund 330 Kilometer von Alice Springs entfernt. Das Skellig Michael Monastery wiederum verlangt den Aufstieg über 600 unebene Steinstufen bei unberechenbarem Atlantikwetter.

Auffällig ist die Kehrseite: Die weltweit bekanntesten Wahrzeichen schneiden am schlechtesten ab. Die Sagrada Família in Barcelona (0,56 Prozent), das Kolosseum in Rom (0,61 Prozent) und die Aussichtsplattform des Eiffelturms in Paris (0,63 Prozent) bilden die Schlusslichter. Als Gründe nennen die Bewertungen vor allem lange Warteschlangen, hohe Kosten und überfüllte Areale, die das Erlebnis trüben.

«Reisende gehen heute kritischer denn je damit um, wo sie ihre Zeit und ihr Geld investieren», wird Letitia Smith, Kommunikationschefin bei InsureandGo, zitiert. Was für die eine Person eine schlechte Erfahrung sei, könne für eine andere durchaus reizvoll sein – entscheidend sei eine gute Vorbereitung.

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