24.03.2026, 11:20 Uhr
Die Fusion dreier Schweizer Immobilienfonds unter dem Dach der UBS rückt näher. Gemäss Mitteilung der UBS hat die Aufsichtsbehörde verfügt, dass die relevanten Fondsvertragsänderungen der drei Fonds UBS (CH)...
Geopolitische Spannungen setzen Anleger unter Druck. Währungsgesicherte globale Anleihen können laut Vanguard als Stossdämpfer im Portfolio wirken – und bieten dank gestiegener Effektivzinsen auch strukturell attraktive Renditeaussichten.
Die geopolitischen Risiken haben die Volatilität an den Finanzmärkten deutlich erhöht. Neben den klassischen makroökonomischen Unsicherheiten rückt auch die Frage in den Vordergrund, ob die hochgesteckten Umsatzziele der KI-Unternehmen realistisch sind. Für institutionelle Anleger stellt sich damit einmal mehr die Frage: Wie lässt sich ein Portfolio in einem solchen Umfeld wirkungsvoll schützen?
Joao Saraiva, Senior Investment Analyst bei Vanguard, sieht währungsgesicherte globale Anleihen als zentrale Antwort auf diese Herausforderung. «Steigende geopolitische Risiken führen häufig zu höherer Renditestreuung und schnelleren Umschwüngen zwischen Optimismus und Vorsicht», schreibt Saraiva in einer aktuellen Analyse. Vermögenswerte, die Schocks abfedern und als Ballast dienen könnten, seien in einem solchen Umfeld besonders gefragt.
Die Zahlen sprechen eine klare Sprache: Über einen Zeitraum von 20 Jahren wies die Assetklasse der währungsgesicherten globalen Anleihen eine annualisierte Volatilität von rund 3 Prozent auf – gegenüber über 17 Prozent bei Aktien. Entsprechend begrenzt fielen die maximalen Verluste aus: Während globale Aktien in dieser Periode um bis zu 58 Prozent einbrachen, lag der maximale Drawdown bei abgesicherten globalen Anleihen bei lediglich 12 Prozent.
Besonders auffällig ist die risikobereinigte Rendite: Die Aggregate-Anleihen Welt (währungsgesichert) erreichten gemäss Vanguard-Daten eine Sharpe Ratio von 1,1 – und übertrafen damit die meisten anderen Assetklassen im Vergleichszeitraum deutlich. Einzig Anleihen mit sehr kurzer Laufzeit schnitten mit einer Sharpe Ratio von 2,9 noch besser ab, bieten aber ein deutlich geringeres Renditepotenzial.
Neben der stabilisierenden Funktion im Portfolio spricht laut dem Vanguard-Bericht auch das aktuelle Zinsumfeld für Anleihen-Investments: «Die Effektivzinsen liegen heute deutlich über dem Niveau der Vor-Pandemie-Dekade.» Für die kommenden fünf bis zehn Jahre erwartet Vanguard deshalb höhere risikobereinigte Renditen bei risikoarmen Anleihen – eine Einschätzung, die den strukturellen Investmentcase für die Assetklasse zusätzlich stärkt.
ETF-Wrapper ermöglichen in diesem Zusammenhang nicht nur das Anleihen-Exposure. Sie zeichnen sich laut Vanguard auch durch Kosteneffizienz und einfachen Handel aus. Die Herausforderung bei der Indexabbildung liegt jedoch in der schieren Grösse des globalen Anleiheuniversums: Der Bloomberg Global Aggregate Float Adjusted and Scaled Index umfasst über 31'000 Einzelpapiere.
Um diesen effizient nachzubilden, setzt Vanguard auf sogenannte Sampling-Techniken. Der Vanguard Global Aggregate Bond UCITS ETF investiert dabei in rund ein Drittel der Indexkomponenten und bildet damit dennoch fast zwei Drittel der Marktkapitalisierung des Index ab. Bei der Titelauswahl spielen Faktoren wie Liquidität, Kreditqualität und Laufzeit eine zentrale Rolle. Das Resultat: niedrige Transaktionskosten bei gleichzeitiger Beibehaltung der wesentlichen Risikomerkmale des Index – Duration, Kreditrisiko und Effektivzins.