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Infrastruktur: Vom Real Asset zur strategischen Säule der zweiten Säule

Infrastruktur-Investitionen werden immer attraktiver für Pensionskassen (Bild/AI-Collage: IT)
Infrastruktur-Investitionen werden immer attraktiver für Pensionskassen (Bild/AI-Collage: IT)

Helvetia Anlagestiftung setzt mit der Lancierung ihrer neuen Anlagegruppe «Infrastructure Equity Global Evergreen (USD)» ein deutliches Zeichen für den Aufstieg von Infrastruktur zur eigenständigen Anlageklasse in den Portfolios Schweizer Pensionskassen.

09.02.2026, 07:10 Uhr
Alternatives | Anlagefonds | Anlagestrategie

Redaktion: asc

Über 120 Millionen US-Dollar an Kapitalzusagen per 31. Januar 2026 zeigen für den neuen Helvetia-Fonds, wie stark die Nachfrage nach global diversifizierten, langfristig ausgerichteten Infrastrukturlösungen inzwischen ist. Und wie sehr sich der Markt von klassischen, befristeten Vehikeln hin zu flexibleren Evergreen-Strukturen bewegt.

Langfristig, planbare Erträge

Infrastruktur gilt längst nicht mehr nur als «Beton» im Portfolio, sondern als strategischer Pfeiler für Vorsorgeeinrichtungen, die stabile Cashflows, Inflationsschutz und Diversifikation suchen. Unter dem Oberbegriff vereinen sich wirtschaftliche Infrastruktur wie Energie- und Stromnetze, Transport, Wasser- und Abfallwirtschaft sowie Telekommunikation, aber zunehmend auch digitale Netze, Rechenzentren und soziale Infrastruktur wie Spitäler oder Bildungsbauten. Für Pensionskassen passt dieses Profil: Langfristige, relativ planbare Erträge spiegeln deren Verpflichtungsstruktur, die Korrelation zu Aktien und Obligationen ist tief, und Investitionen in Energiewende oder soziale Infrastruktur zahlen gleichzeitig auf Nachhaltigkeitsziele ein.

Auch regulatorisch ist der Weg geebnet: In der Schweiz gibt es mit der BVV-2 eine eigene Kategorie «Infrastrukturanlagen», über die Pensionskassen bis zu 10 Prozent ihres Vermögens in dieses Segment investieren können, während die effektiven Quoten im Durchschnitt noch deutlich darunter liegen – was Spielraum für weiteres Wachstum schafft. Parallel dazu entstehen vermehrt Anlagegruppen und Fonds, die speziell auf die Bedürfnisse institutioneller Anleger zugeschnitten sind, etwa mit regelmässigen Bewertungen, Berichterstattung und klaren ESG-Rahmenwerken.

Ein Beispiel für den Markttrend

Vor diesem Hintergrund positioniert sich die neue Anlagegruppe der Helvetia Anlagestiftung in Kooperation mit Mercer als Baustein einer modernen Infrastruktur-Allokation. Die «Infrastructure Equity Global Evergreen (USD)» ist als Evergreen-Vehikel konzipiert – ohne fixe Laufzeit, mit periodischen Rücknahmemöglichkeiten und kontinuierlichen Zeichnungsfenstern. Für Pensionskassen bedeutet das: Sie können ihre Infrastrukturquote schrittweise aufbauen, Ein- und Ausstiege besser an Cashflow-Bedürfnisse und taktische Überlegungen koppeln und trotzdem in langfristige, illiquide Real Assets investieren.

Die zur Lancierung eingegangenen Zeichnungen sollen in den kommenden Monaten in ein breit diversifiziertes Portfolio über Regionen, Strategien und Sektoren fliessen – von digitaler Infrastruktur über Abfall- und Wasserwirtschaft bis zu Transport, Energiewende und sozialer Infrastruktur. Mercer setzt die Strategie über Primaries, Secondaries und Co-Investments um und kann dabei auf globale Deal-Pipelines und langjährige Erfahrung in Infrastrukturmandaten für institutionelle Investoren zurückgreifen. Für Tobias Wolf, Partner und Head Investments bei Mercer Schweiz, schafft der starke Start die Basis für einen raschen Portfolioaufbau und sei ein weiterer Beleg für die Attraktivität der Anlageklasse Infrastruktur.

Was Helvetia und Mercer mit der neuen Anlagegruppe vormachen, steht exemplarisch für einen breiteren Trend im Schweizer Pensionskassenmarkt: Infrastruktur wandert vom Opportunitäts- zum Kernbaustein in der Quote für alternative Anlagen. Studien zeigen, dass Vorsorgeeinrichtungen ihre Infrastrukturallokationen in den kommenden Jahren schrittweise erhöhen wollen – nicht zuletzt, um der Volatilität an den Aktienmärkten etwas entgegenzusetzen und realwirtschaftliche Transformationsprozesse mitzufinanzieren.

Dunja Schwander, Geschäftsleiterin der Helvetia Anlagestiftung, spricht im Zusammenhang mit der Lancierung von einem «wichtigen Meilenstein» in der breiteren Strategie, Pensionskassen massgeschneiderte, langfristig tragfähige Lösungen zu bieten. In einem anspruchsvollen Fundraising-Umfeld, in dem Investoren Selektivität und Strukturqualität deutlich höher gewichten, ist der erfolgreiche Start über 120 Mio. US-Dollar zugleich ein Vertrauensvotum – für die Anlageklasse Infrastruktur, für das Evergreen-Modell und für spezialisierte Partnerschaften zwischen Anlagestiftungen und globalen Asset-Consultants.

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