Ölpreise bewegen sich nach US-Angriff auf Venezuela kaum

Wie stark reagieren die Ölpreise nach der Gefangenennahme des venezolanischen Staatschefs? (Bild: Shutterstock)
Wie stark reagieren die Ölpreise nach der Gefangenennahme des venezolanischen Staatschefs? (Bild: Shutterstock)

Die Ölpreise haben kaum auf die Gefangennahme des venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch die Vereinigten Staaten reagiert. Nach Verlusten von etwas mehr als einem Prozent zu Handelsbeginn drehten die Preise zwischenzeitlich ins Plus.

05.01.2026, 07:39 Uhr
Anlagestrategie | Rohstoffe

Redaktion: awp / asc

Die USA hatten in der Nacht auf Samstag eine Reihe von Zielen in Venezuela angegriffen, den autoritären Präsidenten Maduro gefangen genommen und ausser Landes gebracht. Ihm soll nun in New York wegen angeblicher Drogendelikte der Prozess gemacht werden. Derzeit wägen die Investoren die kurz- und mittelfristigen Auswirkungen des US-Angriffs auf das ölreiche südamerikanische Land aus.

Der Preis für ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im März lag am Montagmorgen bei 60,45 Dollar und damit 30 Cent oder ein halbes Prozent unter dem Freitagsschluss. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI mit Lieferung im Februar fiel um 36 Cent oder rund 0,6 Prozent auf 56,96 Dollar. Später drehten sie im Tagesverlauf in die Gewinnzone.

Venezuela hat zwar riesige Ölvorkommen, kann diese aber derzeit wegen einer maroden Infrastruktur kaum fördern. Daher steuert das Land derzeit weniger als ein Prozent zur weltweiten täglichen Ölproduktion bei und hat zudem wegen des politischen Drucks durch die Vereinigten Staaten kaum Abnehmer. US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in dem Land mithilfe der grossen US-Ölkonzerne wiederzubeleben.

Steigendes Angebot in weiter Ferne

Auch wegen jahrelanger Sanktionen hat das Land wenig Abnehmer und steuert derzeit weniger als ein Prozent zur weltweiten täglichen Ölproduktion bei. US-Präsident Donald Trump beabsichtigt, die Förderung in Venezuela mithilfe von grossen US-Ölkonzerne wiederzubeleben.

Zuletzt hat der Ölverbund Opec+, in dem neben Mitgliedern des Kartells auch andere Förderstaaten wie Russland organisiert sind, die Produktionsmenge nicht verändert. Am Sonntag hatten Delegierte beschlossen, die Ölproduktion stabil zu halten. Sie gaben an, dass Venezuela während der zehnminütigen Videokonferenz am Sonntag nicht weiter thematisiert wurde. Es sei verfrüht, die weitere Entwicklung abzuschätzen, hiess es.

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