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«Europa-ETFs profitieren von historischem US-Ausverkauf»

Stefan Kuhn, Head of ETF & Index Distribution, Europe bei Fidelity International. (Bild pd)
Stefan Kuhn, Head of ETF & Index Distribution, Europe bei Fidelity International. (Bild pd)

«Die Korrektur bei US-Aktien schlägt auf den europäischen ETF-Markt durch. Grund sind ein Mix aus Makro- und Mikro-Faktoren. Europa ist aktuell der Markt der Stunde. Bei den USA sind Anleger sehr zurückhaltend», schreibt Stefan Kuhn, Head of ETF & Index Distribution, Europe bei Fidelity International.

02.04.2025, 15:28 Uhr
Aktien | ETF | Obligationen

Redaktion: sw

Der europäische Markt für UCITS-ETFs erlebte im März eine historische Marktrotation. Die bereits im Februar eingeläutete Bewegung von ETFs auf die USA hin zu ETFs auf Europa setzte sich fort. Über 670 Millionen US-Dollar flossen aus den USA ab, hingegen rund 18 Milliarden USD gingen in andere Weltregionen. Grösster Profiteur auf der Aktienseite war Europa mit Plus 14 Milliarden USD.

«Die Korrektur bei US-Aktien schlägt auf den europäischen ETF-Markt durch. Grund sind ein Mix aus Makro- und Mikro-Faktoren», erläutert Kuhn. Auf der makroökonomischen Seite trieben durchwachsene US-Konjunkturdaten und die erratische Handelspolitik der US-Regierung Anleger aus dem Markt. Auf Unternehmensebene sorgten vor allem schwächelnde Gewinnerwartungen bei den Glorreichen Sieben für Enttäuschung. «Privatanleger haben in den vergangenen Jahren verstärkt auf Welt-ETFs gesetzt. Diese haben aber per Definition einen starken US-Überhang. Dieses Übergewicht wird derzeit in vielen Portfolios abgebaut. Das meiste Kapital fliesst in ETFs auf Europa, wo eine zyklische Erholung zumindest denkbar scheint», erläutert der Experte.



Setzt sich die Marktrotation fort?

Insgesamt gesehen wachse der europäische ETF-Markt nach wie vor stark. Auch wenn ETFs auf Europa die Abflüsse auf ETFs auf die USA nur gerade eben auffangen konnten: Plus 25 Milliarden USD bei Aktien-ETFs im März sind nur knapp über dem 12-Monatsdurchschnitt. «Es gibt gute Argumente dafür, dass sich die Marktrotation fortsetzt, wenn auch mit weniger Dynamik», sagt Kuhn. Offen sei, ob Europa langfristig in der Lage sein werde, die Hoffnungen der Anleger zu erfüllen.

«Europa mobilisiert im Moment viel Kapital, aber die Industriekapazitäten sind womöglich nicht ausreichend vorhanden. Das könnte dazu führen, dass Preise steigen oder Aufträge am Ende doch in die USA abwandern. Deswegen ist ein Abgesang auf die USA verfrüht», so sein Fazit.

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