02.03.2026, 08:29 Uhr
Die Schweizer Privatbank J. Safra Sarasin hat die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung an der dänischen Onlinebank Saxo Bank abgeschlossen. Damit entsteht ein Finanzkonglomerat mit kombiniertem Kundenvermögen von...
Die Raiffeisen Schweiz gibt ihre Rolle als Ankeraktionärin bei der Leonteq auf. Wie beide Unternehmen am Montag mitteilten, verkauft die zweitgrösste Schweizer Bankengruppe 22,7 Prozent ihrer Beteiligung an dem Derivatespezialisten. Der Anteil sinkt damit von knapp 30 auf 7 Prozent.
Den Löwenanteil des Raiffeisen-Pakets, 16,2 Prozent beziehungsweise drei Millionen Aktien, übernimmt die H21 Macro Limited. Hinter der Gesellschaft steht laut Leonteq der Investor Rainer Marc Frey, der per Ende 2025 bereits 7,1 Prozent an Leonteq hielt. Weitere 6,5 Prozent beziehungsweise 1,2 Millionen Aktien gehen an vier nicht namentlich genannte Privatinvestoren. Der Abschluss der Transaktion steht unter dem Vorbehalt der behördlichen Genehmigungen und wird spätestens im dritten Quartal 2026 erwartet.
Die seit 2013 bestehende operative Zusammenarbeit zwischen Raiffeisen und Leonteq bleibt vom Aktienverkauf unberührt. Der Kooperationsvertrag läuft laut Raiffeisen weiterhin bis März 2030. Raiffeisen wolle sich künftig auf diese operative Partnerschaft fokussieren, heisst es in der Medienmitteilung aus St. Gallen.
Leonteq-Verwaltungsratspräsident Christopher Chambers begrüsste den Deal: «Diese Transaktion bestätigt, dass professionelle Investoren einen klaren Wert in Leonteq sehen, und wir betrachten sie auch als Anerkennung unserer Fortschritte bei der Bewältigung von Altlasten.» Man freue sich zudem über die zu erwartende höhere Liquidität in der Aktie.
Neue FINMA-Lizenz
Unabhängig vom Beteiligungsverkauf gab Leonteq eine weitere Neuigkeit bekannt: Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht FINMA hat bestätigt, dass die Leonteq Securities neu als bankenäquivalente Gegenpartei eingestuft wird. Konkret bedeutet dies, dass Hedging-Partner und White-Labelling-Kunden ihr Gegenparteirisiko gegenüber Leonteq mit den für Banken geltenden, tieferen Risikogewichten ansetzen können. CEO Christian Spieler sprach von einem «letzten Schritt beim Übergang zum neuen regulatorischen Regime», der in Verbindung mit der CET1-Kapitalquote von 16,9 Prozent das Risiko- und Kreditprofil des Unternehmens weiter verbessere.