26.01.2026, 08:32 Uhr
EFG International übernimmt die Zürcher Privatbank Quilvest Switzerland. Diese verwaltet Kundenvermögen in Höhe von gut 5 Milliarden Franken.
Die weltweit führende Kunstmesse expandiert in den Nahen Osten. Das ist eine Region, die für Anleger zunehmend interessant wird. Was bedeutet das für Investoren, die Kunst als alternative Anlageklasse zur Portfolio-Diversifikation nutzen?
Vom 5. bis 7. Februar 2026 öffnet die erste Art Basel Qatar ihre Türen in Doha. Für Investoren, die Blue-Chip-Kunst als Bestandteil ihrer Vermögensallokation betrachten, markiert diese Expansion laut dem Gründer und CEO von Partasio, Pascal Schneidinger, einen bedeutenden Meilenstein: Art Basel, die weltweit einflussreichste Plattform für zeitgenössische Kunst, erschliesst mit ihrer fünften globalen Edition einen der am schnellsten wachsenden Sammlerkreise der Welt.
«Die Art Basel Qatar ist mehr als eine neue Messe – sie ist ein Signal für die fortschreitende Globalisierung des Kunstmarktes und die wachsende Bedeutung der Golfregion als Sammler- und Investorenbasis», so Schneidinger weiter. Gleichwohl findet die Premiere in einer Zeit zunehmender Spannung in der Region statt.
Katar hat in den vergangenen Jahren massiv in kulturelle Infrastruktur investiert. Das Land verfügt über eine der bedeutendsten öffentlichen Kunstsammlungen weltweit – von Richard Serras monumentaler Skulptur «East-West/West-East» in der Brouq Nature Reserve bis zu Werken von Yayoi Kusama, Damien Hirst und KAWS, die während der FIFA-Weltmeisterschaft 2022 installiert wurden. Mit dem geplanten Art Mill Museum und dem Lusail Museum sowie einem permanenten Pavillon auf der Venedig-Biennale positioniert sich das Emirat als kultureller Knotenpunkt zwischen Ost und West.
Für Anleger ist diese Entwicklung relevant: Institutionelle Käufer aus der Golfregion haben in den letzten zehn Jahren zunehmend Markteinfluss gewonnen. Die Art Basel Qatar, präsentiert in Partnerschaft mit Qatar Sports Investments (QSI) und der strategischen Agentur QC+, zielt darauf ab, sowohl etablierte als auch neue Sammler mit dem globalen Kunstmarkt zu verbinden.
Die Premiere vereint laut einem Partasio-Vorbericht 87 Galerien aus 31 Ländern mit 84 Künstlerpräsentationen. Aus Investorensicht besonders interessant: Die Messe zeigt sowohl Blue-Chip-Positionen als auch aufstrebende Stimmen aus der MENA-Region. Mehr als die Hälfte der vertretenen Künstler stammen aus dem Nahen Osten, Nordafrika und Südasien – Märkte, die in den vergangenen Jahren starke Wertsteigerungen verzeichnet haben.
Zu den etablierten Namen gehören Etel Adnan, Mona Hatoum, Shirin Neshat und Simone Fattal – Künstlerinnen, deren Werke in den Sammlungen führender Museen weltweit vertreten sind und die eine nachweisbare Auktionshistorie aufweisen. Gleichzeitig präsentieren internationale Schwergewichte wie Gagosian, Hauser & Wirth, David Zwirner und Pace Gallery Werke von Jean-Michel Basquiat, Christo, Philip Guston und Alex Katz. Alles Namen, die zum Kernportfolio jeder Blue-Chip-Strategie gehören.
In einer für Art Basel ungewöhnlichen Entscheidung leitet der ägyptische Künstler Wael Shawky die kuratorische Ausrichtung der Premiere. Shawky, der 2024 Ägypten auf der Venedig-Biennale vertrat und seit demselben Jahr die Fire Station in Doha – ein Residenzprogramm von Qatar Museums – führt, bringt sowohl regionale Expertise als auch internationale Anerkennung mit.
Das kuratorische Konzept bricht mit dem traditionellen Messeformat: Statt nebeneinander gereihter Verkaufsstände präsentiert jede Galerie eine Solo-Ausstellung, die auf das übergreifende Thema «Becoming» reagiert. Für Sammler bedeutet dies eine vertiefte Auseinandersetzung mit einzelnen Positionen – ein Format, das Qualität vor Quantität stellt.