Energieinfrastruktur gewinnt an Schwung

Investoren sollten sich im Energiesektor nicht von stagnierenden Preisen für fossile Energieträger abhalten lassen, erklärt Roberto Cominotto, Portfoliomanager bei Swiss & Global Asset Management.

04.02.2014, 13:51 Uhr

Redaktion: dab

„Unternehmen entlang der Energiewertschöpfungskette bieten Investoren auch in Zeiten stagnierender oder fallender Preise attraktive Renditechancen“, so Roberto Cominotto, Fondsmanager des JB Energy Transition Fund. Der Experte ist für 2014 optimistisch, denn der Energie-Sektor befindet sich seit längerem in einer Phase der Transformation. Schon das Jahr 2013 ist für viele zyklische Energieaktien sehr erfreulich verlaufen. So schloss der Fonds, den Cominotto gemeinsam mit Evelyne Pflugi verwaltet, das Jahr mit einem deutlichen Plus von 30,86 Prozent ab. „Für den Aufwind im Energiesektor ist nicht nur das gestiegene Anlegervertrauen und die globale konjunkturelle Erholung verantwortlich“, analysiert der Fondsmanager. „In verschiedenen Märkten rund um Energieinfrastruktur beobachten wir, dass das Wachstum kräftig an Schwung gewinnt.“ Wer auf die Treiber dieser Entwicklung setze, könne auch in Zeiten niedriger Rohstoffpreise gute Gewinne erwirtschaften.

Schiefergasboom in den USA erzwingt Umbau der Infrastruktur
Einer der Schauplätze des Wandels, erklärt Cominotto, sei der amerikanische Energiemarkt, der sich durch den Schiefergas- und Schieferölboom grundlegend verändert habe. Hätten sich die USA in den vergangenen drei Jahrzehnten noch auf stetig steigende Energieimporte eingestellt, sei das Land nun zum Selbstversorger und baldigen Exporteur von Erdgas geworden. „Der Boom alternativer Fördermethoden zwingt die USA aber auch, ihre Energieinfrastruktur umzubauen“, so Cominotto. Dieser Ausbau stünde erst am Anfang eines mehrjährigen Prozesses und eröffne Anlegern grosse Chancen: „Wir partizipieren an diesem Investitionsschub, indem wir Aktien von Unternehmen kaufen, die diese Infrastruktur planen, bauen und unterhalten.“

Erneuerbare Energien lassen die Krise hinter sich
Auf die gleiche Weise könnten Investoren auch von der Erholung der Wind- und Solarindustrie profitieren. Nachdem ein Übermass an Subventionen auf den europäischen Märkten und Überkapazitäten in China der Branche in den vergangenen Jahren schwer zugesetzt hätten, habe sich die Situation 2013 stabilisiert. China, Japan, die USA und zahlreiche Schwellenländer seien zum neuen Wachstumsmotor geworden. „Besonders der Preisverfall bei Solarmodulen hat dazu geführt, dass Sonnenenergie nun erstmals auch ohne Subventionen wettbewerbsfähig ist“, stellt der Fondsmanager fest. Ähnlich wie der Schiefergasboom erzwinge die Verbreitung erneuerbarer Energieträger einen Umbau der Infrastruktur, da Stromnetze modernisiert und ausgebaut werden müssen.

Mit dem JB Energy Transition Fund investieren Roberto Cominotto und Evelyne Pflugi diversifiziert in Unternehmen entlang der gesamten Energiewertschöpfungskette. „Einer der Grundpfeiler unserer Anlagestrategie besteht darin, dass wir nicht in Unternehmen investieren, die auf steigende Preise für diese Produkte und Rohstoffe angewiesen sind“, erklärt Cominotto. Der Schwerpunkt liegt dabei auf kleinen und mittelgrossen Unternehmen mit guten Wachstumsaussichten.

Die Hälfte der Überperformance des Fonds im Dezember stammt aus dem Übergewicht des Bankensektors. (Bild Shutterstock/ArtBackground)

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