Werbung

Der Umgang mit Trumps neuem Handelskrieg

Yoann Ignatiew (links) und Charles-Edouard Bilbault, beide Global Equities Portfolio Manager bei Rothschild&Co. (Bild pd)
Yoann Ignatiew (links) und Charles-Edouard Bilbault, beide Global Equities Portfolio Manager bei Rothschild&Co. (Bild pd)

«In den kommenden vier Jahren wird ein andauernder Machtkampf des 47. Präsidenten der USA die Unsicherheiten der globale Wirtschaftsdynamik weiter anheizen», schreiben Yoann Ignatiew, General Partner, Global Equities Portfolio Manager und Charles-Edouard Bilbault, Global Equities Portfolio Manager bei Rothschild&Co. Sie erläutern, wie man sich als Anleger in diesem neuen Umfeld positionieren soll.

25.02.2025, 10:34 Uhr
Aktien | Anlagefonds

Nachdem Präsident Donald Trump angekündigt hatte, neue Zölle in Höhe von 25 Prozent auf Importe aus Kanada und Mexiko einzuführen, wurde bereits am nächsten Tag ein einmonatiges Moratorium für diese Zuschläge verhängt, um Raum für Verhandlungen zu schaffen. Gleichzeitig blieben die Gespräche zwischen Washington und Peking erfolglos, was dazu führte, dass ein Zuschlag von 10 Prozent auf chinesische Einfuhren in Kraft trat. China reagierte daraufhin sofort mit einer Reihe von Vergeltungsmassnahmen, wodurch sich die Handelsspannungen weiter verschärften.

Zu den wichtigsten Entscheidungen gehörte laut den Experten, dass Peking Zollzuschläge von 10 bis 15 Prozent auf ausgewählte US-Produkte einführte und seine Exportkontrollen für Produkte aus dem strategischen Material Wolfram verschärfte. Darüber hinaus wurden mehrere US- Unternehmen auf die Liste der unzuverlässigen Einrichtungen gesetzt, wodurch ihre Aktivitäten in China eingeschränkt wurden. In einem weiteren Akt der Vergeltung leitete Peking ausserdem eine kartellrechtliche Untersuchung gegen Google ein und erhöhte damit den Druck auf den US-Technologiesektor.

Profitiert von Dollar-Aufwertung

Obwohl die seit langem angekündigten Zollerhöhungen des neuen Präsidenten nicht überraschend kamen, ist das Portfolio des R-co Valor in Teilen dieser Entwicklung ausgesetzt. Dies betrifft insbesondere die Investitionen in den Eisenbahnsektor sowie einige Industriewerte. «In Bezug auf unsere Positionen in China ist es wichtig zu betonen, dass die Mehrheit unserer Investitionen in Unternehmen erfolgt, die auf den lokalen Konsum ausgerichtet und wenig exportorientiert sind. Schliesslich wirkt sich die Aufwertung des US-Dollar gegenüber anderen Währungen zu unseren Gunsten aus, da unser nicht abgesichertes Währungsengagement etwa 36 Prozent des Portfolios ausmacht», erläutern die Autoren.

Defensiveres Profil

Mehr denn je beruhe der Investmentansatz auf der Identifizierung langfristiger Trends und nicht auf den Schlagzeilen der Nachrichten. «Seit einigen Monaten haben wir den Fonds auf ein defensiveres Profil umgestellt, um die Auswirkungen dieser Schwankungen zu begrenzen. Wir bleiben jedoch vorsichtig und opportunistisch und sind bereit, Chancen zu ergreifen, wenn uns die Marktkorrekturen günstig erscheinen. Darüber hinaus verfügen wir über einen Anteil von über 30 Prozent an Geldmarkt- und geldmarktähnlichen Papieren. Dies ermöglicht es uns, unser Engagement an den Aktienmärkten zu begrenzen und gleichzeitig von einer attraktiven Rendite zu profitieren. Sie bietet uns ausserdem eine gewisse Flexibilität, um uns im Falle eines Markteinbruchs zu investieren», so das Fazit.

Alle Artikel anzeigen

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen eine bestmögliche Nutzung zu ermöglichen. Mit der Annahme der Cookies bestätigen Sie, dass Sie ein professioneller Anleger mit Sitz in der Schweiz sind.> Datenschutzerklärung