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Der Schweizer Markt für Geschäftsimmobilien zeigt sich weiterhin robust. Weder der Onlinehandel noch eine breite Homeoffice-Nutzung haben die Nachfrage nach hochwertigen Retail- oder Büroflächen spürbar...
Infrastruktur-Investitionen zwischen staatlicher Sicherheit und politischer Unberechenbarkeit – worauf sollten Investoren achten?
Die globale politische Landschaft ist im Wandel: Neben geopolitischen Krisen ist eine zunehmende Polarisierung der Politik festzustellen: Immer häufiger unterscheiden sich neue Regierungen grundlegend von ihren Vorgängern, sei es in ihren wirtschaftlichen Prioritäten, Regulierungsansätzen oder Förderprogrammen. Für die Finanzmärkte bedeutet das: Planbarkeit und Stabilität sind keineswegs selbstverständlich.
Infrastruktur-Investitionen sind in der Regel an die Grundbedürfnisse der Gesellschaft gekoppelt, liefern planbare Cashflows und bieten einen natürlichen Inflationsschutz. Oft verfügen sie zudem über hohe Eintrittsbarrieren und geringe Konkurrenz. Für institutionelle Anleger mit langfristigem Anlagehorizont sind das gewichtige Argumente – insbesondere, wenn die Finanzmärkte volatiler werden.
Für Anleger ist ebenfalls positiv, dass viele Infrastruktur-Investments staatlich oder regulatorisch abgesichert sind:
Staatliche Sicherheiten und Regulierungen dienen der öffentlichen Hand dazu, eine private Finanzierung zentraler Infrastruktur zu ermöglichen. Gleichzeitig sollen Versorgungssicherheit und Preisstabilität gewährleistet bleiben – insbesondere in monopolartigen Märkten. Für Investoren bedeutet dies ein kalkulierbares Umfeld und eine gewisse Schutzfunktion gegen Marktrisiken. Die politische Einflussnahme sorgt in der Regel für stabile, berechenbare Rahmenbedingungen – in Ausnahmefällen können neue politische Vorzeichen jedoch zu Herausforderungen werden.
Die Kehrseite staatlicher Absicherung sind politische und regulatorische Risiken: Regierungswechsel können zu Richtungsänderungen, Kürzungen oder sogar zur Rücknahme bestehender Förderungen führen.
Solche Beispiele zeigen eindrücklich, dass politische Risiken selbst in etablierten Märkten nicht unterschätzt werden dürfen.
Trotz attraktiver Rahmenbedingungen birgt Infrastruktur Risiken und Chancen zugleich. Folgende Strategien helfen, politische Klumpenrisiken zu mindern:
Infrastruktur-Investitionen haben sich dank ihrer defensiven Eigenschaften, der niedrigen Korrelation zu traditionellen Anlageklassen und ihres Potenzials für stabile, inflationsgeschützte Erträge als wertvoller Portfolio-Baustein erwiesen – selbst in politisch turbulenten Zeiten. Trotzdem erfordern sie sorgfältige Prüfung und eine intelligente Diversifikation. Wer bei der Strukturierung Risiken berücksichtigt, regulatorische und politische Entwicklungen aktiv beobachtet und auf solide Strukturen setzt, kann mit Infrastruktur nicht nur attraktive Renditen erzielen, sondern seinem Portfolio auch die gesuchte Stabilität verleihen.