Erstmals eine Frau an der Spitze der Swiss CFA Society

Jacqueline Curzon heisst die erste Präsidentin der Swiss CFA Society. Sie übernahm die Nachfolge von Daniel Jaedig, der nach der üblichen zweijährigen Amtszeit das Zepter an die bisherige Vizepräsidentin weitergab.

23.05.2012, 17:00 Uhr

Redaktion: anw

"Ich setze mich für die Werte ein, für die der CFA Charter steht: strenge Ethik und hohe Professionalität. Und es freut mich, diese Werte jetzt in der Schweiz an vorderster Front zu vertreten", kommentiert Jacqueline Curzon ihre Wahl zur Präsidentin der Swiss CFA Society. Curzon ist Mitbegründerin der Management- und Finanzberatungsfirma Curzon&Co. und sitzt im Stiftungs- bzw. Verwaltungsrat von Gesellschaften wie der Pensionskasse Patrimonia, dem Private Equity-Fonds Merifin Capital und dem unabhängigen Vermögensverwalter Arcora Gestion.

Zuvor war sie Business Development Director der Group Normandy LaSource in Paris, wo sie diverse strategische Akquisitionen in Afrika, Zentralasien, der früheren Sowjetunion sowie dem Mittleren Osten tätigte. Ausserdem arbeitete sie für den Bereich Corporate Finance von Price Waterhouse in Washington und Kiew. Curzon hält ein Maîtrise de Droit International Privé von der Panthéon-Sorbonne, Université de Paris, ein Bachelor of Laws vom King’s College in London, und ein MBA, Finance Major, von der Wharton School. Sie ist seit 2000 CFA Charterholder, seit 2010 im Verwaltungsrat der Schweizer CFA Vereinigung und wohnt in Genf.

Wirkungskreise erweitern
Ihr Vorgänger Daniel Jaedig übergibt einen Verband, der mit guten Finanzen, gefestigten Strukturen und mehr als 2‘000 Mitgliederinnen und Mitgliedern dasteht. So ersetzte er unter seiner Ägide das externe Büro mit einer eigenen Geschäftsstelle in Zug, die von Anne-Katrin Scherer geleitet wird. Ihr stehen mittlerweile die zwei Kolleginnen Sabine Feierabend und Michelle Knecht zu Seite. "Damit verfügen wir nun in Zug über ein voll operatives und sehr leistungsfähiges Büro, das unseren Wirkungskreis markant erweitert und neue Möglichkeiten eröffnet", betont Jaedig.

"Mit Curzon als erster Präsidentin, der Frauenpower in Zug und unserem Bestreben, unseren Berufsstand noch proaktiver mit ethischen Werten zu durchdringen, sollte es uns gelingen, auch vermehrt Frauen als CFA Charterholder zu gewinnen", doppelt Anne-Katrin Scherer, die Geschäftsführerin der Vereinigung nach. So sind erst 14% der über 2‘000 Mitglieder weiblich, wobei dieser Anteil langsam steigt. "In Zusammenarbeit mit dem Board erarbeiten wir laufend neue Ideen und Programme, um die Mitgliedschaft noch attraktiver zu machen. Auch in diesem Jahr werden wir mit interessanten neuen Angeboten aufwarten", versichert Scherer.

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