„Die Vergötterung der Zinsen“

James Montier, Mitglied des Asset Allocation Teams von GMO
James Montier, Mitglied des Asset Allocation Teams von GMO

James Montier, Mitglied des Asset Allocation Teams von GMO, erklärt weshalb die Politiker zurzeit Irrlichtern hinterherjagen.

29.05.2015, 16:21 Uhr

Autor: dab/cwe

Zurzeit geistert das „Gleichgewicht des realen Zinssatzes“ durch Wirtschaftsblätter, Finanzkonferenzen und Blogs. Der Begriff wird von einigen Notenbankern geradezu vergöttert. Doch dieses Konzept spiegelt eine Phantasiewelt, die nichts mit der realen Finanzwelt zu tun hat. Auch der momentane unbeirrbare Glaube an die Geldpolitik ist reine Nabelschau der Zentralbanken. Es gibt nur geringe Indizien, dass wichtige Nachfragekomponenten von der Geldpolitik beeinflusst werden. Es wird Zeit, dass wir uns an ein wirksameres Werkzeug der Wirtschaftspolitik entsinnen: der Fiskalpolitik. Dieses Instrument wird von den Politikern geächtet, obwohl es uns einen Weg aus der gegenwärtigen Wirtschaftsflaute eröffnen könnte.

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