24.03.2026, 08:34 Uhr
Die Schweizer Börse SIX hat 2025 wie angekündigt einen hohen Verlust erlitten. Die dafür verantwortliche Worldline-Beteiligung fällt nun auf unter 1,5 Prozent.
Die liechtensteinische Privatbank LGT hat im vergangenen Geschäftsjahr deutlich mehr verdient. Netto-Neugelder von gut 11 Milliarden Franken trugen zum Ergebnis bei. Der Konzerngewinn stieg 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 25 Prozent auf 445,6 Millionen Franken, wie die Bankgruppe im Besitz des Liechtensteiner Fürstenhauses am Dienstag mitteilte.
Die LGT erhöhte 2025 den Bruttoerfolg um 9 Prozent auf 2,90 Milliarden Franken, wozu seit dem zweiten Halbjahr auch das akquirierte Private-Advice-Geschäft der Commonwealth Bank of Australia beigetragen habe, so die Gruppe in einer Medienmitteilung.
Der Kommissions- und Dienstleistungserfolg, die mit Abstand wichtigste Ertragsquelle der LGT, erhöhte sich vergangenes Jahr um 12 Prozent auf 1,97 Milliarden Franken. Dieses Ergebnis widerspiegle die gestiegene Vermögensbasis sowie eine höhere Kundenaktivität, heisst es dazu.
Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft und die sonstigen Erträge legten ebenfalls um 12 Prozent auf 621,7 Millionen Franken zu. Der Erfolg aus dem Zinsgeschäft reduzierte sich hingegen im Zuge weiterer Zinssenkungen von Notenbanken um 12 Prozent auf 307,7 Millionen.
Dass der Reingewinn so deutlich zulegte, hat vor allem mit den Kosten zu tun. Insgesamt stieg der Geschäftsaufwand mit 7 Prozent auf 2,23 Milliarden Franken nämlich deutlich unterdurchschnittlich.
Beim Personalaufwand gab es - zum Teil akquisitionsbedingt - zwar ein Plus von 10 Prozent, der Sachaufwand war hingegen leicht rückläufig. Das Kosten-Ertrags-Verhältnis verbesserte sich damit um 1,2 Prozentpunkte auf 76,8 Prozent für 2025, bleibt damit aber relativ hoch. Die Wertberichtigungen reduzierten sich derweil um 3 Prozent auf 147,4 Millionen Franken.
Die verwalteten Vermögen stiegen innerhalb des Jahres um 5 Prozent auf 386,1 Milliarden Franken, wozu (organische) Netto-Neugelder von 11,4 Milliarden beigetragen hätten. Letzteres entspricht den Angaben zufolge einer soliden Wachstumsrate von 3,1 Prozent. Sowohl das Private Banking als auch das Asset Management hätten zum Neugeldzufluss beigetragen. Die positiven Effekte bei den Vermögen seien durch negative Währungsentwicklungen namentlich des US-Dollars teilweise wettgemacht worden.
Die LGT sieht sich mit einer CET1-Kapitalquote von 19,2 Prozent per Ende 2025 sehr gut kapitalisiert und verfügt über eine hohe Liquidität. Entsprechend gibt sie sich für das laufende Jahr 2026 zuversichtlich, wenngleich das geopolitische und wirtschaftliche Umfeld anspruchsvoll und die Bedingungen an den Finanzmärkten schwer abschätzbar blieben.
Der Fokus liege dabei weiterhin auf der Stärkung der bestehenden Märkte und der Realisierung von Synergien und Skaleneffekten aus den Wachstumsinvestitionen der vergangenen Jahre. Gleichzeitig werde auch gezielt in die Erweiterung der Investmentkompetenz sowie in die Digitalisierung und künstliche Intelligenz investiert.