20.03.2026, 10:28 Uhr
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Angetrieben von starkem Asset Management erreicht die Genfer Privatbank 2025 ein Rekordvermögen – und meldet bereits für das erste Quartal 2026 ausserordentliche Zuflüsse.
Edmond de Rothschild hat im Geschäftsjahr 2025 ein verwaltetes Vermögen von 198 Milliarden Schweizer Franken erreicht – so viel wie nie zuvor in der Geschichte des Instituts. Massgeblichen Anteil daran hatte das Asset Management: Festverzinsliche Anlagen sowie Private-Markets-Strategien wie Immobilien und Infrastructure Debt zogen fünf Milliarden Franken an Nettozuflüssen an und bildeten damit eine der beiden tragenden Säulen des Wachstums. Insgesamt flossen der Gruppe zehn Milliarden Franken zu, was einem organischen Wachstum von 5,5 Prozent entspricht. Das verwaltete Vermögen stieg damit um acht Prozent.
Bemerkenswert ist das Ergebnis vor allem deshalb, weil der starke Franken die in Fremdwährungen gehaltenen Vermögen rechnerisch erheblich belastete. Dass die Bank dennoch zulegen konnte, wertet das Management als Beleg für die Tragfähigkeit des Geschäftsmodells.
Die Zuflüsse verteilten sich gleichmässig auf die beiden Kernbereiche: Neben dem Asset Management steuerte auch das Private Banking fünf Milliarden Franken bei. Im Privatkundengeschäft profitierte die Bank von einer geografisch breit gestreuten Kundenbasis sowie von der Integration des britischen Vermögensverwalters Hottinger & Co. Ltd. Zudem wurden in den vergangenen drei Jahren rund 100 neue Kundenberater eingestellt.
Im Asset Management richtete die Gruppe zur weiteren Stärkung der Investmentkompetenz ein neues quantitatives Investment-Team ein. Über einen Drei-Jahres-Zeitraum summieren sich die Nettozuflüsse der gesamten Gruppe auf 28 Milliarden Franken.
Auch das Beratungsgeschäft legte zu: Die Einheit Corporate Finance war 2025 zum fünften Mal in Folge an mehr als 60 Transaktionen beteiligt und trieb ihre internationale Expansion weiter voran.
CEO Ariane de Rothschild zeigte sich angesichts der Zahlen zuversichtlich. Das im Vorjahr aufgebaute Momentum setze sich fort – das erste Quartal 2026 bringe «ausserordentlich starke» Nettozuflüsse, sagte sie. Verwaltungsratspräsident Yves Perrier betonte zusätzlich, dass die Wachstumsdynamik mit einer verbesserten strukturellen Rentabilität und einer soliden Finanzlage einhergehe.