Thailand bleibt eine Klasse für sich: Wohin die Schweizer 2025 gereist sind

Nach wie vor beliebt bei den Schweizern - und klare Nummer eins bei bei der Reiseberatung des ZRM (Bild: Shutterstock)
Nach wie vor beliebt bei den Schweizern - und klare Nummer eins bei bei der Reiseberatung des ZRM (Bild: Shutterstock)

Das Zentrum für Reisemedizin der Universität Zürich hat ihre Reiseberatung des vergangenen Jahres ausgewertet. Die Analyse zeigt: Südostasien boomt, Stopover-Städte werden zu eigenständigen Reisezielen.

06.01.2026, 18:31 Uhr

Redaktion: asc

Über 14'000 Reisen in 205 Länder und Gebiete: Das ist die Bilanz des Zentrums für Reisemedizin der Universität Zürich (ZRM) für das Jahr 2025. Wie aus der Auswertung der Reiseberatungen des ZRM hervorgeht, dominieren fünf Destinationen das Reiseverhalten der Schweizerinnen und Schweizer: Thailand, Indonesien, Brasilien, Tansania und Vietnam. Zusammen machen diese Länder fast die Hälfte aller beratenen Reisen aus.

Thailand in einer eigenen Liga

Besonders Thailand sticht hervor: Gemäss den Daten des ZRM führte jede siebte Reise in das südostasiatische Königreich. Das Land dient häufig als Ausgangspunkt für längere Routen durch die Region, ist aber auch als eigenständiges Reiseziel für Strand-, Kultur- oder Tauchferien beliebt.

Aufsteiger des Jahres: Emirate und Sri Lanka

Zwei Destinationen verzeichneten laut der Analyse einen besonders starken Anstieg im Ranking: Die Vereinigten Arabischen Emirate kletterten um 16 Plätze nach oben, Sri Lanka um 13 Plätze. In beiden Fällen zeige sich ein Muster, so das ZRM: Stopover-Städte wie Dubai oder Abu Dhabi würden zunehmend selbst zur Hauptdestination. Statt nur umzusteigen, planten Reisende nun ganze Ferien am Golf.

Klassische Langstreckenziele wie die USA oder Teile Südamerikas hätten dagegen im Ranking etwas Boden verloren.

Was die Reisedauer betrifft, dominieren laut der Auswertung längere Aufenthalte: 40 Prozent der Reisen dauerten zwei bis vier Wochen, jede fünfte Reise erstreckte sich über ein bis drei Monate. Kurztrips unter einer Woche machten nur einen kleinen Anteil aus.

Längere Reisen bedeuteten mehr Kontakt mit lokaler Nahrung, Wasser und Insekten sowie häufigere Grenzübertritte, betont das ZRM. Das mache eine individuelle Impfplanung und Beratung zur Reiseapotheke besonders wichtig.

Klassische Routen bleiben beliebt

Die Auswertung zeigt auch: Klassische Backpacker-Routen sind nach wie vor gefragt. Der sogenannte «Banana Pancake Trail» durch Südostasien – von Bangkok bis Bali – verzeichnete fast 70 Prozent mehr Reisen als der südamerikanische «Gringo Trail». Bei den Safaris dominiert das südliche Afrika mit Kombinationen wie Botswana und Südafrika oder Namibia und Südafrika.

«Eine kleine Änderung in der Route kann plötzlich eine zusätzliche Impfung oder eine Malariaprophylaxe bedeuten», erklärt das Zentrum für Reisemedizin auf ihrem Blog.

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