06.01.2026, 18:31 Uhr
Das Zentrum für Reisemedizin der Universität Zürich hat ihre Reiseberatung des vergangenen Jahres ausgewertet. Die Analyse zeigt: Südostasien boomt, Stopover-Städte werden zu eigenständigen Reisezielen.
Schweizer wollen reisen, zögern aber bei der Buchung – neue Analyse zeigt überraschend erschwingliche Flugpreise und wie man sie findet.
Die Reiselust der Schweizer Bevölkerung ist ungebrochen: Mehr als vier von fünf Personen planen dieses Jahr eine Auslandsreise. Doch zwischen Fernweh und tatsächlicher Buchung klafft eine beachtliche Lücke. Weniger als die Hälfte hat bisher Flüge reserviert, bei Unterkünften sind es noch weniger. Der Grund: Viele fühlen sich von der Planung überfordert – und fürchten hohe Kosten.
Diese Sorge ist offenbar unbegründet. Eine aktuelle Datenanalyse der Reiseplattform Skyscanner zeigt, dass attraktive Destinationen auch 2026 erschwinglich bleiben. Das günstigste Ziel ab der Schweiz ist demnach Budapest mit durchschnittlich 106 Franken für Hin- und Rückflug. Wer flexibel ist, findet Verbindungen in die ungarische Hauptstadt sogar schon ab 34 Franken.
Auf den weiteren Plätzen folgen Istanbul (146 Franken), Belgrad (153 Franken) und das korsische Calvi (154 Franken). Auch Klassiker wie Porto, Edinburgh oder Marrakesch liegen unter 200 Franken. Selbst das norwegische Tromsø – bekannt für Nordlichter und arktische Erlebnisse – ist mit durchschnittlich 220 Franken vergleichsweise günstig erreichbar.
Die Diskrepanz zwischen Wahrnehmung und Realität ist dabei beträchtlich: Fast die Hälfte der Befragten rechnet mit Flugkosten von über 500 Franken für den Haupturlaub. Wer jedoch einige Grundregeln beachtet, kann deutlich sparen.
Der wichtigste Faktor ist der Wochentag: Der Dienstag ist laut der Skyscanner-Auswertung im Schnitt der günstigste Flugtag 2026. Ein Drittel der befragten Schweizer hatte dies bereits vermutet, gefolgt von Mittwoch und Donnerstag. Allerdings variiert der optimale Reisetag je nach Strecke und Saison – die Monatsansicht auf Buchungsplattformen hilft beim Vergleich.
Für alle, die noch unentschlossen sind, empfiehlt Skyscanner mehrere Strategien: Die «Alle Orte»-Suche zeigt die günstigsten verfügbaren Flüge weltweit an – ideal für Flexible ohne festes Ziel. Wer bereits eine Route im Auge hat, kann diese auf einer Merkliste speichern und die Preisentwicklung beobachten. Besonders praktisch: Die «Drops»-Funktion in der App schlägt Alarm, sobald ein Flugpreis um mindestens 20 Prozent fällt.
Friederike Burge, Reiseexpertin bei Skyscanner, fasst zusammen: «Der Jahresanfang ist für viele Schweizer eine besonders wichtige Phase der Reiseplanung. Bei Skyscanner möchten wir sicherstellen, dass jede und jeder die Auszeit bekommt, die er oder sie verdient – indem wir mit smarten Daten echte Einsparpotenziale aufzeigen.»