10.02.2026, 07:22 Uhr
Sanae Takaichis Liberaldemokratische Partei gewinnt Zwei-Drittel-Mehrheit im Unterhaus. Analysten von Aberdeen Investments sehen nun Chancen für Wachstum, Investitionen und Yen-Stärke.
Der europäische Luxussektor tritt 2026 in eine neue Phase ein: Nach einem verheerenden Jahr 2025 zeichnet sich eine Erholung ab. Doch zu welchem Preis? Kevin Thozet von Carmignac Investments analysiert.
Zunächst gibt es endlich wieder positive Signale beim Branchenprimus LVMH zu vermelden. Die organischen Umsätze sollen um 4,6 Prozent bei den Preisen und um 2,6 Prozent beim Volumen steigen, prognostiziert Kevin Thozet von Carmignac Investments. Als Stützen gelten die robuste US-Nachfrage, das Vermögen der reichsten 10 Prozent der US-Haushalte ist in drei Jahren um rund 30 Prozent gestiegen, sowie eine Stabilisierung der chinesischen Nachfrage nach zwei Jahren Kontraktion.
Ein wichtiger Hoffnungsträger für den Konzern ist Diors Rückkehr zum Wachstum. Die zweitgrösste Marke des Konzerns könnte dank neuer kreativer Führung ein Umsatzwachstum von 4 bis 5 Prozent erzielen.
Doch wie sind die Signale aus Sicht der Anleger zu werten? Und was bedeuten Sie für die Branche als solches? Zunächst die US-Nachfrage: Sie scheint bereits bei vielen kotierten Gesellschaften eingepreist zu sein. Die Märkte diskontieren bereits ein kumulatives Wachstum von 10 Prozent über die nächsten zwei Jahre. Europäische Luxuswerte werden heute nach einer deutlichen Neubewertung mit dem 26-fachen der für 2026 erwarteten Gewinne gehandelt.
Aus Sicht der Unternehmen können reine Preiserhöhungen – nach Jahren mit durchschnittlich über 10 Prozent jährlichen Preissteigerungen – die Lösung alleine nicht sein, schreibt der Carmignac-Experte. Auch vielen die Wechsel der Kreativdirektoren grosser Häuser (nicht nur bei Dior) werden wohl kaum sehr rasche Folgen haben. Innovation braucht Zeit.
Bleibt China: Hier könnte sich tatsächlich eine Überraschung abzeichnen. Ein umfangreiches Konjunkturpaket wird zunehmend wahrscheinlich, mit möglichen Ankündigungen bereits bei den Parlamentssitzungen im März.