08.01.2026, 10:45 Uhr
Die Inflation in der Schweiz ist im Gesamtjahr 2025 auf den tiefsten Stand seit 2020 gefallen. Im Jahresdurchschnitt blieb sie knapp im positiven Bereich, einzig im Mai war sie kurz in den deflationären Bereich...
Im November sind die Verbraucherpreise im Jahresvergleich um 2,2 Prozent gestiegen. Volkswirte hatten im Schnitt mit einer unveränderten Rate von 2,1 Prozent für die Eurozone gerechnet.
Die Kernrate der Inflation, bei der besonders schwankungsanfällige Komponenten herausgerechnet werden, verharrte bei 2,4 Prozent. Dies war so von Volkswirten erwartet worden. Vor allem der Preisanstieg für Dienstleistungen trieb die Inflation an. Der Preisauftrieb beschleunigte sich hier von 3,4 Prozent im Vormonat auf 3,5 Prozent. Im Vergleich zum Vormonat sank die Gesamtinflation wie erwartet um 0,3 Prozent. Die Kernrate fiel um 0,5 Prozent.
«In den letzten Monaten gab es einige vorübergehende Faktoren, die die Inflation im Dienstleistungssektor in die Höhe getrieben haben, darunter Steigerungen in den oft volatilen Tourismusbranchen sowie starke Erhöhungen der Mobilfunkgebühren in Frankreich», schreiben Experten vom Analysehaus Capital Economics. «Der Anstieg im November macht deutlich, dass der Weg zur Desinflation im Dienstleistungssektor holprig sein wird und langsamer verlaufen könnte, als wir oder die EZB erwarten.»
Bei den vier grossen Volkswirtschaften der Eurozone waren die Inflationsraten in Spanien (plus 3,1 Prozent) und Deutschland (plus 2,6) am höchsten. In Italien (plus 1,1) und Frankreich (plus 0,8) lag sie deutlich unter dem Inflationsziel der EZB.
Die EZB hatte zuletzt die Leitzinsen nicht angetastet. Auch bei der nächsten Zinssitzung am 18. Dezember wird an den Finanzmärkten keine Änderung der Leitzinsen erwartet.