21.03.2025, 09:08 Uhr
Die UBS prüft laut einem Bericht von «Bloomberg» die Verlegung ihres Hauptsitzes aus der Schweiz ins Ausland. Die UBS selber hält mit dem Verweis auf frühere Aussagen von Konzernchef Sergio Ermotti dagegen.
Die britische Notenbank hat ihren Leitzins wie erwartet nicht angetastet. Der Leitzins verharre bei 4,50 Prozent, teilte die Bank of England in London mit. «Die wirtschaftliche Unsicherheit ist im Moment gross», sagte Notenbankchef Andrew Bailey.
Die Inflation in Grossbritannien hatte sich jüngst als hartnäckig erwiesen. Im Januar war die Inflationsrate bis auf 3,0 Prozent gestiegen. Zudem sorgt die Zollpolitik von US-Präsident Donald Trump für Inflationsängste.
Im vergangenen August hatte die Notenbank erstmals seit der grossen Inflationswelle die Zinsen gesenkt. Seitdem wurden sie um insgesamt 0,75 Prozentpunkte reduziert. Zuletzt hatte sie im Februar die Zinsen um 0,25 Punkte verringert.
Die Entscheidung fand eine überraschend grosse Mehrheit im geldpolitischen Ausschuss. So stimmten acht der neun Mitglieder für unveränderte Zinsen. Nur ein Mitglied war für eine Zinssenkung um 0,25 Punkte.
«Die wirtschaftliche Unsicherheit ist im Moment gross», sagte Notenbankchef Andrew Bailey. «Wir sind immer noch der Meinung, dass die Zinssätze allmählich sinken werden.» Man werde sehr genau beobachten, wie sich die globale und nationale Wirtschaft entwickelt. Die Notenbank verwies in ihrer Mitteilung auf wachsende Handelsspannungen durch die Zollpolitik der USA und die Absicht Deutschlands, die Militärausgaben deutlich auszuweiten. Die US-Notenbank hatte am Mittwoch die Leitzinsen ebenfalls nicht angetastet. Sie hatte auch auf die hohe Verunsicherung verwiesen.
«Die Londoner Währungshüter sind der Meinung, dass die Unsicherheit über die US-Zölle das Wachstum der britischen Wirtschaft dämpfen werde», kommentierte Dirk Chlench, Volkswirt bei der Landesbank Baden-Württemberg. Die Auswirkungen auf die britische Inflation seien indes weniger eindeutig und hingen auch davon ab, wie andere Handelspartner auf die Zollankündigungen aus Washington reagieren werden. Die LBBW erwartet, dass die britische Notenbank ihren Leitzins bis auf 3,75 Prozent bis zum Jahresende senken wird.