22.01.2026, 08:34 Uhr
Die Zürcher Investmentplattform Inyova hat einen Meilenstein gesetzt: Die auf Impact Investing spezialisierte Plattform hat ihren ersten börsengehandelten Fonds an der SIX Swiss Exchange kotiert. Der «Inyova Impact...
Der US-Präsident verzichtet auf Strafzölle gegen Europa und schliesst militärische Gewalt aus. Der SMI erholt sich nach vier schwachen Handelstagen deutlich, der Franken gibt leicht nach.
Der Schweizer Aktienmarkt steht am Donnerstag vor einer deutlichen Erholung. Dies nachdem US-Präsident Donald Trump am Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos überraschend seine Zolldrohungen gegen Europa zurückgezogen hat. Damit könnte der SMI einen Teil der Verluste wettmachen, die er in den vergangenen vier Handelstagen angehäuft hatte.
Die Entspannung im transatlantischen Handelskonflikt zeigt sich auch am Devisenmarkt. Der Franken, der in den vergangenen Tagen als sicherer Hafen gefragt war, gab gegenüber dem Dollar und dem Euro leicht nach. Der Euro notierte am Morgen bei rund 0,95 Franken
Trump hatte am Mittwoch nach einem Treffen mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte verkündet, auf die angekündigten Zusatzzölle gegen acht europäische Staaten zu verzichten. Zudem schloss er den Einsatz militärischer Gewalt zur Übernahme Grönlands aus. Er sprach von einem Rahmenabkommen für die gesamte Arktisregion, nannte aber keine Details.
Noch am Dienstag hatte die Eskalation die Märkte weltweit erschüttert. Der S&P 500 verzeichnete mit einem Minus von 2,1 Prozent den stärksten Tagesverlust seit Oktober. Europäische Politiker reagierten scharf auf Trumps aggressive Rhetorik: Frankreichs Präsident Macron sprach von nutzloser Aggressivität, das EU-Parlament setzte die Ratifizierung des Handelsabkommens mit den USA aus.
Die Erholung der Finanzmärkte erfolgt auf breiter Front: Der europäische Stoxx 600 legte am Donnerstag Morgen um 1,1 Prozent zu, angeführt von Automobilwerten. Volkswagen gewann über fünf Prozent. Der deutsche Leitindex Dax, der seit seinem Rekordhoch der Vorwoche bis zu 4,5 Prozent verloren hatte, erholte sich ebenfalls deutlich.
Ob der Grönland-Konflikt damit dauerhaft beigelegt ist, bleibt offen. Die EU hat für Donnerstag einen Sondergipfel einberufen, um das weitere Vorgehen zu beraten. Die politische Unsicherheit dürfte hoch bleiben, die Lage an den Märkten fragil.