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Silber-Rallye und Rekordzahlen: Schweizer ETF-Markt schliesst 2025 mit Paukenschlag

Edelmetall-ETFs machten im 4. Quartal 2025 das Rennen (Bild: Adobe Stock)
Edelmetall-ETFs machten im 4. Quartal 2025 das Rennen (Bild: Adobe Stock)

Der Schweizer ETF-Markt hat das vierte Quartal 2025 mit kräftigen Zuwächsen abgeschlossen. An der SIX Swiss Exchange wurden bei knapp 893'000 Abschlüssen Umsätze von 28 Milliarden Franken erzielt – deutlich mehr als im Vorjahr. Getrieben wurde das starke Schlussquartal von einer historischen Edelmetall-Hausse.

17.02.2026, 15:16 Uhr
Asset Management

Redaktion: asc

Der ETF-Marktreport der SIX für das 4. Quartal 2025 widerspiegelt das Marktgeschehen: Neun der zwanzig meistgehandelten ETFs waren auf Gold oder Silber. Der Swisscanto Gold ETF führte die Umsatzrangliste mit über einer Milliarde Franken Handelsvolumen an, dicht gefolgt vom Swisscanto Silver ETF mit 972 Millionen. Silber erlebte dabei eine besonders spektakuläre Hausse – das Edelmetall übertraf sein Allzeithoch aus dem Jahr 2011 mehrfach und erreichte Ende Dezember kurzzeitig die Marke von 84 Dollar pro Unze.

Der UBS Silver ETF legte im Quartalsvergleich um über 60 Prozent zu und war damit der performancestärkste ETF an der Schweizer Börse. Sämtliche zehn Spitzenreiter der Performancerangliste waren Edelmetall-ETFs.

In der Folge verschoben sich die Gewichte bei den Anlageklassen markant: Rohstoff-ETFs steigerten ihren Umsatzanteil von knapp 14 auf über 23 Prozent, während Aktien-ETFs trotz weiterhin dominierender Stellung von 75 auf 64 Prozent zurückfielen.

Aktienmarkt trotz Turbulenzen im Plus

Das Marktumfeld war von Widersprüchen geprägt. Die US-Aktienmärkte beendeten das Jahr 2025 zum dritten Mal in Folge mit zweistelligen Gewinnen – der S&P 500 legte im Gesamtjahr knapp 18 Prozent zu und markierte 39 Rekordhöchststände. Im Schlussquartal selbst betrug das Plus allerdings nur gut 2,5 Prozent. Getragen wurde die Rallye vor allem von Mega-Caps und dem anhaltenden KI-Optimismus.

Besonders stark zeigten sich der österreichische ATX und der spanische IBEX 35. Auch die Schweizer Indizes überzeugten: Der SMI legte um 9,6 Prozent zu, angeführt von den Roche-Genussscheinen mit einem Plus von über 26 Prozent. Unter Druck gerieten dagegen Swiss Re, Sika und Logitech.

Blockchain-ETFs als grösste Verlierer

Auf der Schattenseite standen Blockchain- und Krypto-ETFs. Der VanEck Crypto and Blockchain Innovators ETF verlor über 22 Prozent, gefolgt von weiteren Blockchain-Produkten mit zweistelligen Einbussen. Auch chinesische Technologie-ETFs und der europäische Rüstungs-ETF von iShares zählten zu den Quartalsverlierern.

Bei den Emittenten verteidigte iShares mit einem Marktanteil von gut 33 Prozent die Spitzenposition, vor UBS-ETF mit 27 Prozent. Grösster Gewinner war die Zürcher Kantonalbank, die ihren Anteil dank der starken Nachfrage nach ihren Gold- und Silber-ETFs von knapp 9 auf 16 Prozent nahezu verdoppeln konnte. Die drei grössten Anbieter vereinigten zusammen über drei Viertel des Gesamtumsatzes auf sich. Mit Columbia Threadneedle und Schroders traten zwei neue Emittenten in den Schweizer Markt ein, womit die Zahl der Anbieter auf 35 stieg.

Über 2'000 ETFs an der SIX kotiert

Das Angebot wuchs im vierten Quartal um 64 neue Produkte auf insgesamt 2'099 kotierte ETFs – die im zweiten Quartal erstmals überschrittene 2'000er-Marke wurde damit weiter ausgebaut. Unter den Neuzugängen dominierten Aktien- und Anleihen-ETFs, während der Rohstoffsektor trotz des gestiegenen Interesses nur einen Neuzugang verzeichnete. Die Anzahl der Abschlüsse übertraf den Vorjahreswert um über 34 Prozent, und auch die durchschnittliche Transaktionsgrösse nahm zu – insbesondere bei Grossaufträgen über eine Million Franken.

Auf europäischer Ebene verwalteten ETFs per Ende Dezember Vermögen von 3,2 Billionen Dollar. Die Nettomittelzuflüsse summierten sich im Gesamtjahr 2025 auf knapp 397 Milliarden Dollar – ein Plus von fast 47 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Löwenanteil floss in Aktien-ETFs, gefolgt von Anleihen- und aktiv verwalteten Produkten. Letztere bestätigten ihren Aufwärtstrend: Immer mehr traditionelle Asset Manager drängen mit aktiven Strategien im ETF-Mantel auf den Markt.

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