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Ökonomische Neuausrichtung stockt nicht

23.01.2008, 10:49 Uhr

Carmignac Gestion stellt sein makroökonomisches Szenario und seine Anlagestrategie für 2008 vor. Demnach wird die Wachstumsverlangsamung der Weltwirtschaft auch die Inflation abbremsen und den Spielraum für die Lockerung der Geldpolitik vergrössern.

Die sich abzeichnende US-Rezession ist ein neuer Faktor, den es in einem Szenario, das bislang eher von einer Verlangsamung als von einem Rückgang der Wirtschaftsaktivität jenseits des Atlantiks ausging, unbedingt zu berücksichtigen gilt. Dennoch bedeutet diese vorgezogene Rezession nicht das Ende der Verschiebung der weltweiten Wachstumsvektoren. So dürfte die Dynamik der Schwellenländer nicht nachlassen, denn ihnen kommt insbesondere die solide Entwicklung der Binnennachfrage zugute. Carmignac Gestion glaubt umso mehr an diese Dynamik, als diese Regionen über erhebliche Devisenreserven verfügen, die sie zur Ankurbelung ihres Binnenkonsums nach Belieben ausschöpfen können. Aber Verschiebung bedeutet keineswegs Abkopplung. So ist die Weltwirtschaft nicht völlig immun gegenüber einer Drosselung der Konjunktur in den USA, für die mehrere Faktoren sprechen:

  • der erwartete Rückgang der industriellen Aktivität, der in den jüngsten Statistiken (ISM, Industrieproduktion etc. ) bereits Widerhall findet,
  • die Schwächung des Arbeitsmarktes (die Arbeitslosenquote liegt inzwischen wieder bei 5 %),
  • der lustlose Konsum (die Einzelhandelsumsätze waren im Dezember um 0,4 % rückläufig),
  • der anhaltende Rückgang der Immobilienpreise,
  • das angeschlagene Banksystem.

Diese Entwicklungen könnten die Wachstumsdynamik der Schwellenländer etwas abbremsen, ohne jedoch den fundamentalen Grund für ihre dynamische Expansion ernsthaft in Frage zu stellen. Des Weiteren ist in der Eurozone – die sich ohnehin recht uneinheitlich entwickelt – die Konsumnachfrage generell etwas anfällig. Die Region leidet ferner unter der Stärke ihrer gemeinsamen Währung, deren rasche Verteuerung des Jahres 2007 die Exportwirtschaft belastet.

Diese weltweite Wachstumsverlangsamung dürfte zu einem Rückgang der Inflation führen, die sich insbesondere unter dem Einfluss der Energiepreise beschleunigt hat. Auch die günstigere Entwicklung der Lohnstückkosten dürfte zum Nachlassen des Inflationsdrucks beitragen.

Vor diesem Hintergrund dürften die europäische und die US-Zentralbank ihre Geldpolitik spürbar lockern. In den Vereinigten Staaten dürfte die Federal Reserve die Senkung ihrer Leitzinsen aggressiv fortsetzen, da die Gebote der Preisstabilität und der Sicherung des Wachstums aufgrund der inflationshemmenden Auswirkungen der deutlichen Wachstumsverlangsamung nicht mehr in Konflikt zueinander stehen. Angesichts der vorhersehbaren einschneidenden Senkung der US-Zinsen wird die EZB letztendlich auf den Kurs der Fed einschwenken.

„Wir setzen darauf, dass der Abwärtsdruck auf die europäische Wirtschaftsaktivität, der durch den erneuten Aufwärtsdruck auf den Euro verstärkt wird, in den kommenden Wochen die Oberhand über die dogmatisch klingenden Verlautbarungen Trichets gewinnen und somit auf den europäischen Rentenmärkten sehr attraktive Anlagechancen ergeben wird“, schätzt Edouard Carmignac, Präsident von Carmignac Gestion.

Anlagestrategie

Diese Fundamentaldaten sind somit den Rentenmärkten sehr zuträglich, insbesondere in Europa, auf dessen Märkte Carmignac Gestion den Schwerpunkt seiner Allokation legt. Die Aktienportfolios werden im Rahmen des gesamten Fondgeschäfts weiterhin gezielt und in stärkerem Mass als bisher abgesichert werden.

Auf dem Rentenmarkt veranlassen die generell günstigen Fundamentaldaten Carmignac Gestion zur „signifikanten Erhöhung der Sensitivität des Portfolios (von 5 auf 10 Punkte), wobei der Schwerpunkt auf EUR-Papieren zu Lasten der bereits bestehenden angelsächsischen Positionen – d.h. US- und britischen Papieren – bei denen wir die Auslösung des Zinssenkungszyklus bereits genutzt haben, liegt“, erläutert Rose Ouahba, die Rentenmanagerin von Carmignac Gestion.

Die Währungsstrategien erfahren keine Veränderung, so dass wir unsere zentralen Themen weiter verfolgen werden. Da wir von der fortgesetzten USD-Schwäche überzeugt sind, werden wir weiterhin sämtliche Anlagen der Investmentgesellschaft gegen einen Rückgang des Dollarkurses absichern. „Nach dem positiven Performancebeitrag des Geschäftsjahres 2007 denken wir, dass sich diese Strategie auch 2008 auszahlen wird“, so Edouard Carmignac abschliessend.

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