Nachfrage nach nichtkotierten Infrastrukturanlagen steigt

Die Auswahl der Projekte ist bei Anlagen in Infrastruktur von zentraler Bedeutung.
Die Auswahl der Projekte ist bei Anlagen in Infrastruktur von zentraler Bedeutung.

Investitionen in Infrastruktur sind für Pensionskassen attraktiv und unterstützen die öffentliche Hand bei der Finanzierung von wichtigen Generationenprojekten in Sektoren wie Energie, Transportwesen und Wasserversorgung. Die Nachfrage nach passenden Anlagelösungen steigt und dieser Trend dürfte sich im Hinblick auf die Einführung einer Infrastrukturquote in den BVV2-Anlagerichtlinien noch verstärken.

28.01.2021, 14:52 Uhr

Autor: Christoph Manser, Head Infrastructure Investments, Swiss Life Asset Managers und Christoph Gisler,
Gründungspartner, Fontavis AG

Der Bedarf an Ersatz- und Neuinvestitionen in Infrastrukturanlagen in den Bereichen Transport, Energie, Netze (Strom, Gas, Wärme), Wasserversorgung, Kommunikation, Entsorgung sowie soziale Infrastruktur (Schulen, Spitäler usw.) ist weltweit sehr hoch. Dies ist auf diverse Faktoren wie anhaltendes Bevölkerungswachstum, Urbanisierung, Digitalisierung, teilweise veraltete Anlagen, verändertes Mobilitätsverhalten sowie Dekarbonisierung und Dezentralisierung der Energieproduktion zurückzuführen. Studien schätzen den jährlichen Kapitalbedarf für Erhalt, Modernisierung oder Ausbau der globalen Infrastruktur allein bei Verkehr und Energie auf über 3,7 Trillionen USD (Global Infrastructure Hub). Aufgrund der hohen Verschuldung von Staaten, die im Zuge der Covid-19 Pandemie noch weiter zunimmt, wird privates Kapital für die Finanzierung der Projekte zunehmend wichtiger.

Attraktiv für Pensionskassen

Zu den Merkmalen von Infrastrukturanlagen gehören meist hohe Anfangsinvestitionen, lange Laufzeiten, eingeschränkter Wettbewerb, hohe Eintrittsbarrieren, grosse Skaleneffekte und eine gewisse Illiquidität. Infrastruktur ist als Anlageklasse für Pensionskassen besonders attraktiv, da mit kalkuliertem Risiko langfristige und attraktive Renditen erzielt werden können – dies bei gleichzeitig hohen und regelmässigen Ausschüttungen – sowie auch Schutz gegen steigende Inflation. Hinzu kommt, dass Infrastrukturanlagen aufgrund niedriger Korrelation (Analyse Swiss Life Asset Managers) zu anderen Anlageklassen die Risiken eines BVG-Portfolios senken und die Portfoliorendite verbessern können. Diese Kombination machen Infrastrukturinvestments in Zeiten tiefer Zinsen zu einer unverzichtbaren Ertragsquelle für institutionelle Anleger.

Neue Infrastrukturquote von 10% im BVV2 für Pensionskassen

Die Attraktivität der Anlageklasse haben diverse Pensionskassen bereits für sich entdeckt. Allerdings sind die Allokationen auch im internationalen Vergleich meist noch auf tiefem Niveau. Es ist davon auszugehen, dass mit der Einführung einer Infrastrukturquote von 10% in den neuen BVV2-Anlagerichtlinien seit Ende 2020 die Allokationen erhöht werden. Die Anfragen von Kunden sowie die Nachfrage nach passenden Lösungen haben in jüngster Zeit bereits spürbar angezogen.

Auswahl der Projekte ist zentral

Damit die positiven Eigenschaften zum Tragen kommen, ist vor allem die Auswahl der Projekte wichtig. Denn der Markt ist nicht homogen. So finden sich stabile Dividendenrenditen typischerweise in Anlagen, die reguliert sind oder bei denen Preise und/oder Mengen über langfristige Verträge fixiert sind. Im Gegensatz dazu sind z. B. Containerhäfen oder im Stromgrosshandel exponierte Energieproduzenten oft grösseren konjunkturellen Schwankungen und Markteinflüssen unterworfen. Gleichzeitig kann eine hohe Fremdverschuldung oder ein hoher Investitionsbedarf die Dividendenrendite zugunsten eines allfälligen späteren Kapitalgewinns mindern.

Infrastruktur-Investment-Plattform von Swiss Life Asset Managers

Swiss Life Asset Managers investiert seit vielen Jahren für die Versicherungsgesellschaften der Swiss Life-Gruppe und Drittkunden auf globaler Basis erfolgreich in Infrastruktur und hat dabei einen überzeugenden Leistungsausweis erzielt. Ihre 35 Infrastruktur-Spezialisten betreuen Vermögenswerte in der Höhe von rund 7 Milliarden Schweizer Franken. Zu diesem Spezialisten-Team gehört auch Fontavis AG, ein führender auf Clean Energy Infrastruktur spezialisierter Vermögensverwalter, in der Schweiz. Für die insgesamt acht Fonds von Swiss Life Asset Managers sowie weitere Mandate wurden bisher über 1’000 Infrastrukturprojekte analysiert sowie über 40 Investments getätigt. Zum Portfolio gehören auch mehrere Beteiligungen an Schweizer Infrastrukturunternehmen in den Sektoren Kommunikation und Energie.

Neue Evergreen-Lösung der Swiss Life Anlagestiftung

Die Anlagestiftung Swiss Life plant für Ende März 2021 den ersten Zeichnungsschluss zweier neuer Anlagegruppen im Bereich Infrastruktur Global ohne fixe Laufzeit (Evergreen-Struktur). Mit dem neuen Angebot erhalten Anleger einen kostengünstigen und äusserst effizienten Zugang zur Investment-Plattform und den Fonds, in die Swiss Life auch eigenes Kapital investiert. Die Investitionen erfolgen global diversifiziert sowohl indirekt über eigene Kollektivanlagen sowie selektiv auch mit Direktinvestitionen. Dabei wird ein konservatives bis ausgewogenes Rendite-Risiko-Spektrum abgedeckt werden. Um den Anlegern Flexibilität zu bieten, ist vorgesehen, die Anlagegruppe periodisch für Neuzeichnungen zu öffnen und gleichzeitig zeitnah das gezeichnete Kapital abzurufen. Zudem sind nach einer Aufbauphase Rücknahmen periodisch möglich. Investoren können zwischen einer Anlagegruppe in EUR und einer mit Referenzwährung in CHF wählen, bei der das Fremdwährungsrisiko zu mindestens 80% abgesichert wird. Die beiden neuen Anlagegruppen wurden von der OAK als der neuen Infrastrukturquote gemäss BVV2 zugehörig genehmigt.

ESG-Anlagekriterien (Environment, Social und Governance) werden bei der Auswahl der Investitionen als integraler Teil des Investmentprozesses berücksichtigt. BVG-Anleger können damit u.a. dazu beitragen, Infrastruktursektoren einer Volkswirtschaft unter Berücksichtigung von Nachhaltigkeits-Kriterien mitzuprägen.

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