Europas High Yield Markt bietet hohe Sicherheitsmarge

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Historisch niedrige Ausfallraten und hohe Spreads sprechen für europäische High Yield Bonds, meint Sandro Näf, Portfoliomanager bei Nordea Asset Management.

12.03.2019, 16:03 Uhr

Autor: Nordea Asset Management

Die europäischen High-Yield-Spreads haben sich im Laufe des Jahres 2018 in einem Umfeld erhöhter Marktvolatilität und herausfordernder spezifischen Entwicklungen nahezu verdoppelt. Wie die meisten Anlageklassen im vergangenen Jahr waren auch europäische High-Yield-Titel nicht immun gegen die wachsende Besorgnis der Anleger in Bezug auf Themen wie geopolitische Turbulenzen, die Unterstützung der Zentralbanken, niedrigere Energiepreise und eine Abschwächung der Weltwirtschaft.

Es gab zudem drei wesentliche spezifische Faktoren, die die europäischen High-Yield-Titel beeinflussten. Zum einen hat die Disruption im E-Commerce-Sektor weiterhin zu einer Schwäche der Einzelhandelsunternehmen geführt. Zum anderen traf Negativität im Umfeld der Schwellenländer Unternehmen mit hohem Engagement in Entwicklungsländern. Schliesslich gerieten auch Unternehmen im von Problemen geplagten Italien sowie in anderen Teilen Südeuropas unter Druck.

Verbesserte Sicherheitsmarge

"Auch wenn die Spreads in diesem Jahr von mehr als 5% auf rund 4,4% gesunken sind, bietet die Anlageklasse immer noch eine deutlich höhere Sicherheitsmarge als zu jedem anderen Zeitpunkt seit Mitte 2016", sagt Sandro Näf, Portoliomanager des Nordea 1 - European High Yield Bond Fund. Diese erhöhte Sicherheitsmarge kommt zu einem Zeitpunkt, zu dem die Kreditqualität auf dem europäischen High-Yield-Markt weiterhin relativ gut ist. Tatsächlich erscheint der europäische High-Yield-Markt mit einer historisch niedrigen Ausfallquote von lediglich 0,4% im Jahr 2018 im Vergleich zu seinem US-amerikanischen Pendant, wo die Ausfallquote im vergangenen Jahr bei 2,3% lag, relativ attraktiv.

Zudem ist die Qualität des US-amerikanischen High-Yield-Marktes in der Regel niedriger als in Europa. Die Fremdfinanzierungsniveaus für den europäischen High-Yield-Markt liegen deutlich unter jenen in den Vorjahren der Finanzkrise, während die Zinsen wesentlich niedriger sind. Die Kombination aus zufriedenstellenden Fremdfinanzierungsniveaus und niedrigen Zinsen bietet Unternehmen viel Spielraum bei den Zinszahlungen. Die Rentabilität müsste deutlich sinken, bevor Unternehmen mit den Zahlungen zu kämpfen hätten. Aufgrund dieser Dynamik dürften die Zinsen auf absehbare Zeit recht niedrig bleiben.

Risiken stets im Blick behalten

"Natürlich bleiben wir wachsam gegenüber den anhaltenden Unsicherheiten rund um den Brexit. Der geplante Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU hat dazu geführt, dass wir in Bezug auf britische Unternehmen, in die wir investieren, recht konservativ sind", sagt Sandro Näf. "In diesem Sinne haben wir uns auf inländische Gelegenheiten mit geringerem Risiko bezüglich eines potenziell negativen Brexit-Ausgangs konzentriert vornehmlich auf stabile Schuldtitel von Wasserunternehmen, anderen Versorgern oder Flughafengesellschaften."

Näf behält auch andere Entwicklungen in Europa sehr genau im Auge, insbesondere den Trend zum Populismus, der noch immer auf dem gesamten Kontinent zu beobachten ist. Italien zum Beispiel ist wirtschaftlich gesehen schwächer als das Vereinigte Königreich. Es ist wichtig zu verstehen, welche Auswirkungen dies auf den europäischen High-Yield-Markt haben kann.

"Breiter betrachtet sind wir nach wie vor in vorrangig besicherten Schuldtiteln übergewichtet, was einen stärkeren Schutz vor Verlusten bietet, wenn wir eine Verschlechterung des Marktes erleben", erläutert Sandro Näf. Er verfolgt auch einen konservativen Ansatz in Bezug auf das Länderengagement und bevorzugt die Märkte in Nordeuropa. Da der Zyklus in den kommenden Jahren in seine Endphase eintreten wird, sei es ausserdem ratsamer, übergewichtete Positionen in stabilen Branchen wie dem Gesundheitswesen statt in stärker zyklischen Bereichen zu halten.

Der Nordea 1 - European High Yield Bond Fund verwaltet Vermögen von rund 4 Mrd. Euro und wurde 2019 mit dem Lipper Award für die beste Performance über 10 Jahre in seiner Kategorie ausgezeichnet.

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