31.03.2026, 10:12 Uhr
Bei der Schweizer Börsenbetreiberin SIX ist nun offiziell ein Nachfolger für Daniel Schmucki kommuniziert. Markus Habbel wird per 1. Juni neuer Finanzchef.
Max Chuard, ehemaliger CEO des Bankensoftware-Konzerns Temenos, verstärkt Aperture Capital als strategischer Investor – und bringt dabei sein Family Office als Kapitalquelle mit.
Der Genfer Wagniskapitalgeber Aperture Capital gewinnt einen prominenten Neuzugang: Max Chuard, der Temenos bis 2023 als Konzernchef führte, tritt dem Investitionsausschuss der Gesellschaft bei. Über sein Family Office Astir Capital hat er zudem direkt in Aperture investiert und will künftig gemeinsam mit dem Unternehmen in aussichtsreiche Portfoliofirmen einsteigen.
Chuard verbrachte mehr als zwei Jahrzehnte bei Temenos und formte den Lausanner Konzern zu einem der grössten Bankentechnologie-Anbieter weltweit. Unter seiner Führung expandierte das Unternehmen in über 150 Länder, tätigte Übernahmen im Wert von mehr als einer Milliarde Dollar und vollzog den Schwenk zu einem SaaS-orientierten Geschäftsmodell. Der Börsenwert verzehnfachte sich in dieser Zeit; Temenos avancierte zum drittgrössten Softwareunternehmen Europas.
Nun richtet Chuard seinen Blick auf die nächste Generation europäischer Fintech-Unternehmen. Aperture Capital soll zur zentralen Investitionsplattform seines Family Offices für Frühphasenbeteiligungen werden. Erste gemeinsame Engagements betreffen die Fintech-Unternehmen Stableton, Trustap und Fundcraft.
Aperture Capital wurde 2019 gegründet und hat seither mehr als 20 Unternehmen finanziert. Die Gesellschaft weist nach eigenen Angaben eine interne Rendite von über 40 Prozent aus und verzeichnete 2023 einen aufsehenerregenden Exit: den Verkauf des Krypto-Verwahrunternehmens Metaco an Ripple für 250 Millionen Dollar. Das rund 30-köpfige Team ist auf fünf Städte in Europa und den USA verteilt – darunter mehrere ehemalige Temenos-Mitarbeiter.