Japan braucht weitere geldpolitische Stimuli

In Japan hat die Inflation zuletzt deutlich angezogen. Mit 1,3% liegt die Kerninflationsrate voll auf Kurs, das ambitionierte 2,0%-Ziel der Notenbank bis Ende nächsten Jahres zu erreichen. Geht das Vorhaben der "Abenomics" entgegen allen Unkenrufen doch auf?

22.05.2014, 14:59 Uhr

Redaktion: jf

"Alles in allem sind wir skeptisch, was die Aussichten für ein nachhaltig anziehendes Lohnwachstum angeht. Der in den kommenden Monaten abebbende Inflationsdruck von den Importen sollte nicht durch einen wachsenden binnenwirtschaftlichen Teuerungsdruck ausgeglichen werden können", erklärt Dr. Andreas Busch, Senior Analyst Economics des Anleihemanagers BANTLEON. "Für die Notenbank, die sich bei ihren Bemühungen zur Reflationierung der Wirtschaft gegenwärtig voll auf Kurs sieht, dürfte das avisierte 2%-Inflationsziel folglich wieder in weitere Ferne rücken. Aus diesem Grund wird die Bank of Japan entgegen der zuletzt zur Schau getragenen Gelassenheit weitere expansive Massnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft lancieren müssen."

Die japanische Notenbank könnte bereits im Juli oder im Oktober ein »QE 2« ankündigen. Dann dürfte das aktuell auf 100 Bio. Yen ausgelegte Staatsanleihenkaufprogramm (von Anfang 2013 bis Ende 2014) um mindestens weitere 50 Bio Yen (ca. 360 Mrd. EUR) aufgestockt werden.

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