VP Bank verdreifacht Jahresgewinn – Effizienzprogramm zeigt Wirkung

Die VP Bank Gruppe legt ihren Jahresabschluss für Jahr 2025 vor (Bild: VP Bank)
Die VP Bank Gruppe legt ihren Jahresabschluss für Jahr 2025 vor (Bild: VP Bank)

Die liechtensteinische VP Bank hat ihr Jahresergebnis 2025 mit einem Gewinn von 47 Millionen Franken abgeschlossen – mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahr. Hinter der Trendwende steht ein konsequentes Kostenprogramm.

03.03.2026, 07:30 Uhr
Banken

Redaktion: asc

Die VP Bank Gruppe hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2025 veröffentlicht. Der Jahresgewinn stieg um 154,6 Prozent auf 47 Millionen Franken. Damit setzt die in Vaduz domizilierte Privatbank einen klaren Erholungskurs fort, nachdem das Vorjahr von Restrukturierungskosten und einem schwierigen Zinsumfeld geprägt worden war.

Kostensenkung als zentraler Hebel

Der entscheidende Faktor für die Ergebnisverbesserung war nicht allein das Ertragswachstum, sondern vor allem die drastische Reduktion der Betriebskosten. Der Geschäftsaufwand sank um 8,9 Prozent auf 280,8 Millionen Franken. Personalkosten reduzierten sich um 5,7 Prozent auf 172,8 Millionen Franken, die Sachkosten um 9,2 Prozent auf 77,7 Millionen Franken, und der Abschreibungsaufwand fiel sogar um 21,1 Prozent auf 29,2 Millionen Franken. Die Cost/Income Ratio verbesserte sich damit um 10 Prozentpunkte auf 83,2 Prozent.​

Auf der Ertragsseite legte der Geschäftsertrag um 2,1 Prozent auf 337,3 Millionen Franken zu. Besonders der Handelserfolg stach hervor: Er kletterte um 13,2 Prozent auf 34,9 Millionen Franken, getragen von höherer Kundenaktivität. Auch der Kommissions- und Dienstleistungserfolg wuchs – um 3,3 Prozent auf 141,6 Millionen Franken. Gegenläufig entwickelte sich der Zinserfolg, der um 5,4 Prozent auf 144,5 Millionen Franken zurückging und damit die anhaltenden Herausforderungen im aktuellen Niedrigzinsumfeld widerspiegelt. Zusätzliche Belastungen entstanden durch Währungseinflüsse.​

Kundenvermögen und Neugeld im Plus

Die betreuten Kundenvermögen stiegen um 5,8 Prozent auf 53,7 Milliarden Franken – ein Wachstum, das sowohl auf Marktperformance als auch auf organische Zuflüsse zurückzuführen ist. Der Netto-Neugeldzufluss belief sich auf 1,2 Milliarden Franken, was einem Wachstum von 2,3 Prozent entspricht. Das Kreditvolumen blieb mit 5,9 Milliarden Franken stabil.​

Die VP Bank weist eine solide Bilanz aus: Die Tier-1-Kapitalquote beträgt 26,1 Prozent, die Liquidity Coverage Ratio liegt bei komfortablen 180,4 Prozent. CEO Urs Monstein, der die Bank seit November 2024 dauerhaft führt und davor bereits ab Mai 2024 interimsweise die Leitung übernahm, zieht gemäss Mitteilung eine nüchterne Bilanz: «Das Jahresergebnis zeigt, dass wir unsere strategischen Ankündigungen umgesetzt haben. Trotz eines anspruchsvollen Umfelds konnten wir die Kostenbasis senken und zentrale Wachstumstreiber weiterentwickeln.»

Für 2026 rechnet die Gruppe mit einem herausfordernden Umfeld, geprägt von geopolitischen Unsicherheiten und einem weiter rückläufigen Zinserfolg. Das ursprüngliche Gewinnziel der «Strategie 2026» von 100 Millionen Franken jährlich scheint damit in weiter Ferne – die Halbzeit-Marke von 47 Millionen markiert zwar eine klare Trendwende, lässt aber den Weg zur angestrebten Ertragskraft erkennen.

Der Verwaltungsrat beantragt an der Generalversammlung vom 24. April 2026 eine unveränderte Dividende von 4.00 Franken pro Namenaktie A und 0.40 Franken pro Namenaktie B. Sämtliche Verwaltungsratsmitglieder stellen sich zur Wiederwahl.

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