Vontobel übernimmt TwentyFour Asset Management vollständig

TwentyFour Asset Management ist eine spezialisierte Fixed Income-Boutique. (Bild: Shutterstock.com/kenary820)
TwentyFour Asset Management ist eine spezialisierte Fixed Income-Boutique. (Bild: Shutterstock.com/kenary820)

Vontobel übernimmt die restlichen 40% der spezialisierten Fixed Income-Boutique TwentyFour Asset Management. TwentyFour wird seine operative Unabhängigkeit behalten.

30.06.2021, 08:57 Uhr

Redaktion: rem

Nach der Übernahme einer Beteiligung von 60% an TwentyFour Asset Management (TwentyFour) im Jahr 2015 plante Vontobel die Übernahme der restlichen 40% in zwei Tranchen 2021 und 2023. Die Partner von TwentyFour und Vontobel haben sich nun darauf geeinigt, dass Vontobel aufgrund der sehr positiven Entwicklung des Geschäfts die verbleibenden 40% per 30. Juni 2021 in einer Tranche übernehmen wird, wie Vontobel am Mittwoch mitteilte. Der vorgezogene Vollzug der Transaktion verschaffe Klarheit für Kunden und Anleger.

TwentyFour wird seine operative Unabhängigkeit behalten und seine Kunden auch künftig von London und New York aus sowie über das internationale Netzwerk von Vontobel betreuen. Seit der Akquisition des Mehrheitsanteils von 60% im Jahr 2015 waren alle Partner von TwentyFour weiter aktiv am Tagesgeschäft des Unternehmens beteiligt. Wie es in der Medienmitteilung heisst, werden sich die Partner sowie die Portfoliomanagement-Teams auch künftig für die Investment Boutique einsetzen. TwentyFour wurde im Jahr 2008 als ‘Partnership’ gegründet und beschäftigt heute rund 75 Mitarbeitende.

Seit der Übernahme einer Beteiligung an dem Unternehmen durch Vontobel (2015) ist das betreute Vermögen von TwentyFour von CHF 6.4 Milliarden auf CHF 24.2 Milliarden (per 31. Dezember 2020) angewachsen.

Über den Kaufpreis haben die Parteien Stillschweigen vereinbart. Vontobel wird die Übernahme dieses Anteils vollständig aus eigenen Mitteln finanzieren. Dies zu einem Teil in Form von Vontobel-Aktien, was das Bekenntnis der Partner von TwentyFour zusätzlich unterstreiche. Bei ansonsten gleichen Voraussetzungen wird sich die Transaktion mit -200 Basispunkten auf die Kernkapitalquote (CET1) auswirken und die Eigenkapitalrendite um 200 Basispunkte erhöhen.

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