UBS macht im vierten Quartal Gewinn von 1,20 Mrd USD

UBS-Gewinn übertrifft die Erwartungen (Bild: Adobe Stock)
UBS-Gewinn übertrifft die Erwartungen (Bild: Adobe Stock)

Die UBS hat im Schlussquartal 2025 inmitten der CS-Integration und der hitzigen Kapitaldiskussion einen Milliardengewinn erzielt. Die Grossbank übertraf damit die Schätzungen von Analysten massiv.

04.02.2026, 08:10 Uhr

Redaktion: AWP

Unter dem Strich machte die UBS Group im vierten Quartal 2025 einen Gewinn von 1,20 Milliarden US-Dollar, wie sie am Mittwoch mitteilte. Das waren 56 Prozent mehr als im Vorjahr. Analysten hatten im Schnitt mit knapp 970 Millionen gerechnet.

Vor Steuern verdiente die Grossbank mit 1,70 Milliarden gut 60 Prozent mehr. Bereinigt um Integrationskosten spricht die UBS von einem Vorsteuergewinn für die Periode von 2,87 Milliarden.

Die Erträge der Bank stiegen derweil um 4 Prozent auf 12,15 Milliarden Dollar, während der Aufwand mit 10,29 Milliarden um 1 Prozent zurückging. Das für eine Bank wichtige Kosten/Ertrags-Verhältnis lag damit auf bereinigter Basis bei 75,2 Prozent.

Für das Gesamtjahr 2025 weist die UBS damit einen Gewinn von 7,8 Milliarden Dollar aus (+53%). Die UBS-Aktionäre sollen für das Geschäftsjahr eine Dividende von 1,10 Dollar pro Aktie erhalten nach 90 Cents im Vorjahr.

UBS sieht sich bei Integration der Credit Suisse im Plan

Die UBS hat bei der Integration der Credit Suisse im vierten Quartal 2025 weitere Fortschritte erzielt. So hat sie mittlerweile rund 85 Prozent der etwa 1,1 Millionen Kundenkonten in der Schweiz auf die UBS-Plattform überführt. Sie sieht sich damit auf Kurs, bis zum Jahresende 2026 ihre Ziele zu erreichen. Die Überführung der Kundenkonten in der Einheit «Personal&Corporate Banking» wie auch die Integration beim Asset Management seien nun weitgehend abgeschlossen, teilte die Grossbank am Mittwoch anlässlich der Publikation der Ergebnisse 2025 mit. Die gesamten bisher erzielten Einsparungen belaufen sich laut den Angaben damit auf 10,7 Milliarden Dollar per Ende 2025. Das gesamte Synergiepotenzial erhöhe sich damit auf 13,5 Milliarden Dollar nach zuvor 13 Milliarden, heisst es.
Die Bank habe auch den Umfang und den Geschäftsaufwand der Abwicklungseinheit «Non-core and Legacy» deutlich reduziert und die Straffung der Rechtsstruktur vorangetrieben, so die Mitteilung weiter. Die risikogewichteten Aktiven (RWA) der Abwicklungseinheit seien dabei auf 28,8 Milliarden Dollar reduziert worden (Ende Sept. 30,7 Mrd.). Die Anzahl der UBS-Mitarbeitenden (Vollzeitstellen) lag per Ende Dezember 2025 bei 103'177 nach 104'427 Personen per Ende September.

Für das neu angelaufene Jahr plant das Management eine Erhöhung im mittleren Zehnprozentbereich. Ausserdem plant die Bank 2026 zunächst Aktienrückkäufe im Wert von 3 Milliarden Dollar - mit der Absicht weiterer Rückkäufe. Die Höhe sei von der finalen Ausgestaltung der neuen Regulierung in der Schweiz sowie der Erreichung der Finanzziele abhängig.

2026 sollten die Aktienrückkäufe vor Beginn der Diskussion über die verschärften Kapitalvorschriften wieder das Niveau von vor der CS-Übernahme erreicht werden (2022: 5,6 Mrd.).

Operativ zog die Bank im vierten Quartal in der globalen Vermögensverwaltung - ihrem Kerngeschäft - 8,5 Milliarden Dollar an Nettoneugeldern an. Gruppenweit verwaltete die UBS per Ende Dezember Vermögen in Höhe von 7005 Milliarden nach 6910 Milliarden Ende September.

UBS-Chef Sergio Ermotti zeigte sich sehr zufrieden: «Wir machten grosse Fortschritte bei einer der komplexesten Integrationen in der Bankengeschichte, während die regulatorische Unsicherheit in der Schweiz andauert», liess er sich in der Mitteilung zitieren. Er sprach von einem «ausgezeichneten» Ergebnis im Gesamtjahr 2025. Das gesamte Jahr 2026 werde nun benötigt, um die verbleibenden Integrationsmeilensteine zu erreichen.

Die Bank bestätigte ihre Ziele für 2026. Und das Mittelfristziel einer Rendite auf das harte Kernkapital (RoCET1) von rund 18 Prozent wurde wieder aufgenommen, nachdem es wegen der Kapitaldiskussion zwischenzeitlich ausgesetzt war. Neu wird bis 2028 eine Cost/Income-Ratio von rund 67 Prozent angestrebt.

Zu Beginn des ersten Quartals 2026 sei das gesamtwirtschaftliche Umfeld weiterhin von einem stetigen globalen Wachstum und einer nachlassenden Inflation geprägt, hiess es im Ausblick der Bank. Die Marktbedingungen blieben insgesamt konstruktiv, wobei eine breitere Streuung im Aktienmarkt und eine sektorale Rotation die Kundenaktivität sowie ein gesundes Transaktions- und Kapitalmarktgeschäft samt Pipeline unterstützen würden.

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