04.02.2026, 12:21 Uhr
Die Schweizer Börse SIX geht in die Offensive. In einem Whitepaper wirbt der Börsenbetreiber für den heimischen Kotierungsstandort und nimmt dabei die vermeintlichen Vorteile einer US-Notierung ins Visier. Das...
Der Swisscanto Pensionskassen-Monitor zeigt: Die Vorsorgeeinrichtungen sind so gut finanziert wie seit Jahren nicht mehr. Öffentlich-rechtliche Kassen erreichen gar den besten Stand seit einem Vierteljahrhundert.
Die Schweizer Pensionskassen starten mit komfortablen Finanzpolstern ins neue Jahr. Laut dem aktuellen Pensionskassen-Monitor von Swisscanto erreichte der kapitalgewichtete Deckungsgrad der privatrechtlichen Kassen im Januar 120,9 Prozent. Das entspricht dem höchsten Wert seit 2022. Die öffentlich-rechtlichen Kassen mit Vollkapitalisierung liegen bei 115,7 Prozent, jene mit Teilkapitalisierung bei 92,4 Prozent. Beide Werte markieren den besten Stand seit Beginn der Swisscanto-Erhebung vor 25 Jahren.
Im Januar erzielten die Kassen eine durchschnittliche Performance von 0,4 Prozent. Die kumulierte Nettorendite für das Gesamtjahr 2025 wurde nachträglich von 5,3 auf 5,5 Prozent nach oben korrigiert – das sind 3,5 Prozentpunkte mehr als die Sollrendite.
Bei den Anlageklassen stachen im Januar die Rohstoffe heraus: Trotz einer Korrektur gegen Monatsende resultierte ein Plus von 10,7 Prozent. Mit deutlichem Abstand folgten Hedge Funds mit 1,8 Prozent sowie Schweizer Immobilien (indirekt) und Franken-Obligationen mit je 0,8 Prozent. Das Schlusslicht bildeten ausländische Obligationen mit minus 0,4 Prozent.
Bemerkenswert: Zwischen grossen Kassen mit über einer Milliarde Franken Vorsorgevermögen und kleinen Kassen mit weniger als 300 Millionen Franken gab es im Januar praktisch keine Performance-Differenz. Auch der Rentneranteil und der bestehende Deckungsgrad hatten keinen messbaren Einfluss auf die Rendite.
Die Spreizung zwischen den besten und schlechtesten Kassen war mit 0,6 Prozentpunkten allerdings bereits im ersten Monat des Jahres deutlich ausgeprägt: Die obersten zehn Prozent erzielten 0,8 Prozent, die untersten zehn Prozent 0,2 Prozent.
Der Ausblick bleibt gemischt. US-Technologiewerte tendieren seit Oktober seitwärts und sind angesichts anhaltender Gewinnsteigerungen attraktiver geworden. Die zyklischen Sektoren werden durch positive Konjunkturdaten gestützt. Allerdings warnt Swisscanto vor einem allmählich wieder euphorischen Sentiment. Zudem lauerten hinter dem starken Renditeanstieg in Japan gewisse systemische Risiken.
Tatsächlich: An den Anleihemärkten sind die Renditen von US-Staatsanleihen seit Jahresbeginn wieder gestiegen, getrieben von Trumps verbalen Angriffen auf Europa und starken Konjunkturdaten. Hinzu kommt die Unsicherheit rund um den noch ausstehenden Entscheid des US Supreme Court zu den Handelszöllen, der das amerikanische Staatsbudget massiv belasten könnte.